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Nachricht vom 24.07.2019    

Positive Entwicklungen bei Gewaltkriminalität und Unfälle im Bereich Bad Honnef

Die gute Nachricht ist, dass Gewaltkriminalität in Bad Honnef kein zu Hause habe. Das konnte Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa und ihr Team während des Jahresgesprächs mit Bürgermeister Otto Neuhoff, kommissarische Leiterin des Fachdienstes Recht und Ordnung Solveig Horstmann und Ordnungsamtsmitarbeiterin Annette Engels verkünden. Das Zahlenmaterial der Kriminalstatistik bestätigt dies. Verglichen wurde das erste Halbjahr 2019 mit dem ersten Halbjahr 2018 von Januar bis Juni. Besonders in den Bereichen, die die Bürgerschaft beunruhigen, sind die Straftaten zurückgegangen: Bei Raubdelikten und Körperverletzung ist ein Rückgang um 60 Prozent zu verzeichnen und die Wohnungseinbrüche haben sich sogar halbiert.

Jahresgespräch Polizei und Verwaltung – v. l. EPHK Gerd Peter, Bürgermeister Otto Neuhoff, Solveig Horstmann (kommissarische Leiterin Ordnungsamt), Annette Engels (Ordnungsamt), Polizeioberrätin Anja Gans und Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa. Foto: privat

Bad Honnef. Zugenommen um 17,1 Prozent haben allerdings die Straftaten in kleinen Bereichen, besonders Fahrraddiebstahl und Farbschmierereien. Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa bittet die Bevölkerung um Mithilfe und Hinweise. Täterinnen und Täter müssen auf frischer Tat ertappt werden, andernfalls lassen sich die Delikte schwer aufklären. Farbschmierereien, also Graffiti-Schmierereien seien kein Dummerjungenstreich, sagte die Polizeipräsidentin, sondern Sachbeschädigung und die Beseitigung ist kostspielig. Der Anblick ist immer ärgerlich.

Fahrraddiebstähle sind von 36 auf 59 im Jahr 2019 gestiegen. Ein Fahrradpass ist auf jeden Fall eine gute Wahl. Wer sein Fahrrad fotografiert und sich die individuelle Rahmennummer notiert oder dafür sogar eine App nutzt, macht es der Polizei leichter, als rechtmäßiger Besitzer im Falle eines Falles gefunden zu werden. Außerdem können die Diebe überführt werden. Auch hier gilt wieder die Bitte der Polizei: Wer etwas beobachtet, möchte sich melden. Seitdem am Freizeitbad Grafenwerth eine Videoüberwachung installiert wurde, gab es dort nur noch einen Fahrraddiebstahl. Somit war das eine erfolgreiche Maßnahme gegen Fahrraddiebstahl.

Mit Öffentlichkeitsarbeit hat die Polizei auf Betrugsdelikte zum Nachteil älterer Menschen reagiert. Zwar scheitern 99 Prozent der „Enkeltrick“-Erpressungsversuche oder Betrugsversuche durch das Auftreten falscher Polizisten, allerdings wenn die Betrüger Erfolg haben, ist der Schaden immens. Eine mobile Beratungsstelle, die auch das Bad Honnefer Rathaus im vergangenen Dezember besucht hatte, bietet Informationen an. Dort stehen ehrenamtliche Seniorenberatende in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden des Kriminalkommissariats Kriminalprävention und Opferschutz mit Rat zur Seite.




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Erster Polizeihauptkommissar Gerd Peter berichtete von einem deutlichen Rückgang der Verkehrsunfälle. Im ersten Halbjahr 2018 waren es noch 150 gewesen, im ersten Halbjahr 2019 waren es dagegen 102. Erfreulicherweise war 2019 kein Kind in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen. Bei den Senioren ist eine Zunahme der Verkehrsunfälle zu verzeichnen, was der demografischen Entwicklung entspricht. Einen tödlichen Motorradunfall hatte es gegeben, was sehr zu bedauern ist.

Der Bezirksdienst in Bad Honnef wird am 1. September nachbesetzt, denn die beiden Bezirksdienstbeamten, die hervorragende Arbeit geleistet haben, werden in den Ruhestand wechseln. Zur Personalsituation der Polizei erklärte Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa, dass das Land derzeit mehr Tarifstellen schafft. Dort, wo nicht unbedingt Beamte beschäftigt sein müssen wie beispielsweise im IT-Bereich, werden Tarifbeschäftigte eingesetzt.

Bürgermeister Otto Neuhoff zog das Fazit des Jahresgesprächs: "Wir haben bis jetzt immer gute Gespräche geführt. Ganz herzlichen Dank an Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa und das Team, auch an die Bezirksdienstbeamten. Wir arbeiten hervorragend zusammen. Bad Honnef ist gerne beim Polizeipräsidium Bonn.“


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