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Nachricht vom 12.07.2019    

30 Jahre Städtepartnerschaft Neuwied und Güstrow gefeiert

Kinder, wie die Zeit vergeht! Vor sage und schreibe 30 Jahren hat Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern, mit Neuwied, nicht den Bund fürs Leben, aber was genau so wichtig ist, eine Städtefreundschaft zwischen beiden Städten gegründet. Aus diesem wahrlich geschichtsträchtigen Anlass hatte die Stadt Neuwied eine Abordnung aus Güstrow nach Neuwied eingeladen, um im Festsaal der Stadtgalerie eine kleine Feier zu veranstalten.

Impressionen von der Festveranstaltung. Fotos. wear

Neuwied. Oberbürgermeister Jan Einig hatte die Ehre, aber auch das Vergnügen, eine stattliche Anzahl von Repräsentanten aus der Partnerstadt, an der Spitze den Bürgermeister Arne Schuldt, sowie mehrere Stadträte und Wirtschaftsvertreter aus Güstrow zu begrüßen. Selbstverständlich waren alle Fraktionen des Stadtrates aus Neuwied bei dem kleinen Festakt anwesend, ebenso die Bürgermeister a. D. Manfred Scherrer und Reiner Kilgen, sowie der Ehrenbürger Dieter Rollepatz. Vertreter des Freundeskreises, der Ehrengarde und weitere Vertreter von Stadtgesellschaften und Banken vervollständigten das illustre Feld.

Umrahmt wurde die Festivität vom Streichquartett „Da Capo“ aus Koblenz, die mit der musikalischen Auswahl voll ins Schwarze getroffen hatten. Mit Geige, Violine und Kontrabass zauberten die Musiker eine tolle Atmosphäre in den Festsaal: Zweimal George Gershwin mit „Summertime“ und „I got rhythm“, „I dreamed a dream“ aus dem Musical „Les Miserables“, von Scott Joplin „A stenuous life“, sowie als Abschluss der Hit von Elvis Presley „Love me tender“.

Oberbürgermeister Jan Einig ließ die Anfänge der Städtepartnerschaft nochmals Revue passieren, als er schilderte, wie Neuwied bereits 1984, also lange vor dem Fall der Mauer, versuchte, mit einer Stadt in der ehemaligen DDR eine Partnerschaft zu gründen. Noch vor dem endgültigen Fall der Mauer, konnte während des Auflösungsprozesses der DDR, bereits mit Güstrow die Städtepartnerschaft vereinbart werden. Die Anfänge des Austauschs gestalteten sich als recht schwierig, da zwei total unterschiedliche Systeme aufeinanderprallten, dazu verschiedene Denkweisen und Erfahrungen. Nach der Gründung des Freundeskreises Neuwied-Güstrow erfolgten regelmäßig gegenseitige Besuche. Im Laufe der Jahre intensivierte sich die Beziehung zwischen beiden Städten immer mehr, sogar Lebensgemeinschaften aus beiden Orten sind zu verzeichnen. Jan Einig zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Partnerschaft und sagte weiterhin alle Unterstützung seitens der Stadt zu.




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Arne Schuldt, der Bürgermeister aus Güstrow, schlug in die gleiche Kerbe. Auch er bezeichnete die Freundschaftsvereinbarung zwischen beiden Städten als Glücksfall, auch wenn die anfänglichen Probleme des gegenseitigen Kennenlernens für alle Beteiligten nicht immer leicht gewesen wären. Arne Schuldt kam auch noch kurz auf die aktuelle Politik zu sprechen, als er den Klimawandel als herausragendes Zukunftsthema bezeichnete, und sich ganz klar gegen jede Gewalt, egal aus welcher Ecke, aussprach.

Nach den Reden der beiden Stadtoberhäupter hatten Jan Einig und Arne Schuldt die Ehre, sich in das „Goldene Buch“ der Stadt Neuwied, aus Anlass des 30-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft einzutragen. Anschließend tauschten die beiden Verwaltungschefs gegenseitig Gastgeschenke aus. Arne Schulte hatte dabei die Lacher auf seiner Seite, als er sagte: „Wir bringen mal keine der sonst üblichen Urkunden mit, die sonst nur die Wände in den Amtsstuben verhängen. Stattdessen haben wir eine Spezialtorte aus dem gegebenen Anlass mitgebracht.“ Jan Einig versprach, dass vor der nächsten Stadtratssitzung jedes Ratsmitglied ein Stück von der Torte erhält. Zum guten Schluss unterzeichneten beide Bürgermeister eine Willenserklärung, wonach sich beide Städte weiterhin verpflichten, die Freundschaft und Partnerschaft zwischen beiden Städten im guten Geiste fortzuführen.

Würdevoll, heiter, emotional und feierlich, mit diesen Worten ist die kleine Feier zutreffend umschrieben. Da während des Aufenthaltes der Delegation aus Güstrow gleichzeitig das Deichstadt-Fest in Neuwied stattfindet, ist stark davon auszugehen, dass auf der Festmeile in Neuwied die Freundschaft zwischen beiden Städten noch weiter vertieft wird. wear



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