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Wirtschaft | - keine Angabe -


Nachricht vom 13.03.2019 - 09:36 Uhr    

Rabatte und Boni im Netz – immer ein Segen?

Neuwied ist bezüglich des täglichen Einkaufs und auch des zwischenzeitlichen Shoppens eine grandiose Stadt. Dennoch wissen auch die Bürger von Neuwied das Internet für Einkäufe zunehmend zu schätzen. Es gibt halt immer einige Schnäppchen, Angebote oder auch Produkte, die es aufgrund beengter Lager und Ladenverhältnisse nicht vor Ort gibt. Aber sind Schnäppchen immer günstig? Ist ein offenkundig tolles Angebot immer ein echter Glücksgriff oder doch zwischendurch ein Reinfall? Und was ist mit den Boni, die viele Onlinehändler ausgeben? Dieser Artikel schaut sich das Thema einmal genauer an.

Shopping macht Spaß - doch was ist in Bezug auf Rabatte und Boni zu beachten? Foto und Quelle: @ rawpixel (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Rabatte zunächst prüfen

Rabatte werden örtlich wie auch online gerne mit großen Werbeschildern und extra Anpreisungen ausgezeichnet. Doch auch online gilt es, nicht jedem Rabatt im ersten Effekt zu vertrauen. Denn es gibt auch hier Händler, die ihn geschickt nutzen:

- Lagerräumung – manchmal werden Rabatte nur dazu genutzt, um das Lager für die neue Ware freizuräumen. Das klingt verständlich und gut – aber ist dieser Händler wirklich der günstigste Anbieter?

- Preisaufschlag – hin und wieder ist die Rabattschlacht wahrlich perfide. Denn rabattierte Artikel kosten nun so viel, wie sie nach der Preisempfehlung oder bei anderen Händlern kosten. Nicht selten geschieht es, dass die Rabattabschläge in den Normalpreis einkalkuliert werden. Im Grunde genommen zahlt ein Kunde hier im besten Fall den Normalpreis.

- Vergleichen – trotz Rabatten sollte der Artikel online immer zum Vergleich gestellt werden. Welche Preise geben andere Händler aus?

Generell ist es gar nicht so einfach, online günstig zu shoppen. In verschiedenen Tests der öffentlich-rechtlichen Programme und anderer Herausgeber kam heraus, dass der Preis von unzähligen Faktoren abhängig ist. Und das zeichnet sich auch bei den Rabatten ab:

- Wochentag – beim Tanken kennt es jeder. Zum Wochenende sind die Preise an den Tankstellen oft deutlich höher. Aber auch das Onlineshopping unterliegt diesen Regeln. An besonders kauffreudigen Tagen liegen die Preise höher als an den verkaufsschwachen Wochentagen.

- Uhrzeit – am Wochenende und in den Abendstunden liegen die Preise oft allgemein höher, als in den Vormittagszeiten. Wer klug ist und wirkliche Schnäppchen schlagen will, der vergleicht also auch bezüglich der Uhrzeiten.

- Endgerät – von welchem Gerät wird geshoppt? In den Tests wurde festgestellt, dass die Preise von Waren, die über iPhones oder teure Samsunggeräte gesucht wurden, höher lagen. Wurde das gleiche Produkt von einem üblichen PC aus gesucht, war der Preis niedriger.

Käufer sollten daher geschickt vorgehen und sich niemals nur von Rabatten blenden lassen. Denn auch hier gilt, dass der Verkaufspreis zwar günstig sein kann, doch was ist mit den Nebenkosten oder dem Service? Gerade bei Großgeräten kann es gut sein, dass der Rabattpreis nur zustande kommt, wenn das Gerät »bis Bordsteinkante« verschickt wird. Die Waschmaschine muss somit allein zum Standort gebracht und angeschlossen werden. Das ist doppelt tragisch, denn nun obliegt auch der korrekte Anschluss dem Käufer, während Geräte, die bis zum Stellplatz transportiert und angeschlossen werden, wiederum in die Gewährleistung des Verkäufers fallen.

Boni genau checken

Ein anderes Thema sind Boni, die es bei vielen Energieanbietern, aber auch beim Online-Glücksspiel gibt. An sich sind diese Systeme freilich nicht schlecht oder negativ, doch sollte geschaut werden, wann der Bonus überhaupt zur Verfügung gestellt wird:

- Strom-/Gasanbieter – hier wird der Bonus gerne mit der Vertragslaufzeit gekoppelt. Der Kunde muss sich also für einen festen Zeitraum binden, denn erst nach dieser Zeitspanne erhält er diesen Bonus. Im schlimmsten Fall wird er gutgeschrieben, wenn eine Vertragsverlängerung vereinbart wurde. Besser sind Boni, die direkt beim Vertragsabschluss ausgezahlt werden. Alternativ sind alle Systeme sinnvoll, die den Bonus verrechnen. Wird der Bonus also quasi monatlich mit dem Stromabschlag verrechnet, spart der Kunde monatlich – und nicht erst nach einer gewissen Zeit.

- Glücksspiel – auch hier gilt: Bedingungen lesen und die einzelnen Anbieter vergleichen. Seriöse Online Casinos bieten direkt einen Bonus für Neukunden, der sogleich nach der Anmeldung frei zur Verfügung gestellt wird. Es gibt jedoch auch Systeme, in denen der Bonus erspielt werden muss. Das kann bedeuten, dass ein Gambler beispielsweise 100 Euro für die Anmeldung erhält, aber diesen Betrag erst 10 Mal umsetzen muss, bevor er ihn ausbezahlt bekommt. In diesem Fall müsste der Kunde also 1.000 Euro an Einsätzen überweisen und gegebenenfalls verspielen, um ein Zehntel davon zurückzuerhalten. Andere Bonussysteme sind sicherer und fairer: verdoppelte Ersteinzahlung, kleiner Betrag als Gutschrift etc. Und: Immer darauf achten, mit welchen Spielen ein Bonus erspielt werden kann. Nicht selten sind die »leichten« Spiele ausgeschlossen.

Bei beiden Beispielen dient der Bonus mitunter dazu, einen Kunden möglichst lange an sich zu binden. Doch während beim Stromanbieter keine direkte Gefahr besteht, da allenfalls für die Vertragslaufzeit ein wenig mehr bezahlt wird, geht beim Glücksspiel gerade vom Erspielen des Bonus eine Suchtgefahr aus.

Was ist generell bei Online-Käufen zu beachten?

Generell ist es gut und richtig, nach Schnäppchen zu suchen. Es ist allerdings nicht immer alles Gold, was glänzt und Bewertungen sind bestenfalls mit einem Grinsen zu betrachten:

- Fakes – Bewertungen haben online mehr und mehr an Bedeutung gewonnen, jedoch kämpfen viele Plattformen auch mit Fake-Bewertungen. Das müssen nicht immer die guten Bewertungen sein, auch schlechte Bewertungen werden heute längst nicht nur von gelangweilten Trollen verfasst. Daher gilt: Immer den Durchschnitt der Bewertungen lesen, also schlechte, mittlere und gute. Zudem sollte bei technischen Geräten geschaut werden, ob diese nicht woanders getestet wurden.

- Nebenkosten – es nutzt der günstigste Preis nicht, wenn der Versand teuer ist. Es sollte also immer geschaut werden, was die Versandkosten und Versandbedingungen aussagen. Hier sollte man auch wieder mit lokalen Geschäften und Produkten vergleichen. Oft lassen sich vor Ort (lokal) die besseren Schnäppchen erzielen.

Besonders heikel sind übrigens Waren aus den USA oder China. Hier liegen die Verkaufspreise meist deutlich unter denen im europäischen Raum, doch muss der Käufer die wahrscheinlichen Zollgebühren mit beachten. Das Schnäppchen ist keines mehr, wenn beim Zoll Einfuhrumsatzsteuer und weitere Gebühren bezahlt werden müssen.

Fazit - mit offenen Augen shoppen

Das gilt sowohl für das Shopping in Neuwied bzw. Lokal als auch online. Wer sich ausschließlich nach den günstigen Preisen richtet, der zahlt am Ende häufig doppelt. Es hilft also, Produkte an mehreren Stellen zu vergleichen und auch die Nebenkosten genauer zu betrachten.

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