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Nachricht vom 30.01.2019    

Vitamin D: Sind Präparate im Winter sinnvoll?

Mithilfe des Sonnenlichts produziert der Körper Vitamin D und daher gilt die Sonne als wichtigste Vitamin-D-Quelle. Im Winter scheint in Deutschland die Sonne allerdings nicht häufig und nicht stark genug, damit der Körper den Vitamin-D-Spiegel halten kann. Von einer Einnahme von Präparaten auf Verdacht ist allerdings abzuraten.

Die Sonne gilt zu Recht als Energie- und Lebensspender. Bildquelle: 12019 / Pixabay

Vitamine werden hauptsächlich über die Nahrung aufgenommen. Bei Vitamin D verhält es sich allerdings anders. Der Körper produziert bei direkter Sonneneinstrahlung Vitamin D in der Haut. Dafür verantwortlich ist die UV-B-Strahlung. Aufgrund dessen, dass nur wenige Menschen in Deutschland im Freien arbeiten und im Winter die Sonne hierzulande wenig scheint, entsteht ein Mangel an Vitamin D.

Von der vorsorglichen Einnahme von Vitamin D raten Experten jedoch ab. Besteht kein Mangel an Vitamin D, können Präparate zu einer Überdosierung und damit zu Nebenwirkungen führen. Begleiterscheinungen sind dann Übelkeit und Kopfschmerzen. Bei einer langfristigen Einnahme von hoch dosierten Präparaten kann es sogar zu Nierenschäden kommen.

Multivitamin-Präparate sind hingegen unbedenklich. Inzwischen sind auch Multivitamin-Präparate mit CBD erhältlich. Das zusätzliche CBD bietet weitere gesundheitsförderliche Wirkungen. Diese Produkte haben allerdings nur einen geringen Anteil an Vitamin D, weshalb es nicht zu einer Überdosierung kommt.

Der Körper speichert Vitamin D

Ob die Einnahme von zusätzlichem Vitamin D sinnvoll bzw. nötig ist, lässt sich nur mit einer Blutanalyse feststellen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt der empfohlene Wert bei 50 Nanomol pro Liter. Eine Studie des Robert-Koch-Instituts lieferte dabei jedoch die Erkenntnis, dass bei 60 Prozent der Deutschen die Vitamin-D-Konzentration unter dem empfohlenen Wert liegt. Ein schwerer Mangel liegt allerdings erst bei weniger als 12,5 Nanomol pro Liter vor. Das betrifft nur noch etwa zwei Prozent der Deutschen. Hier sind vor allem chronisch Kranke betroffen, die kaum Sonnenlicht abbekommen.

Wer hingegen in den warmen Jahreszeiten ausreichend Sonnenlicht tankt, ist für die Wintermonate gerüstet. Der Körper speichert nämlich Vitamin D. Innerhalb des Jahres gibt es dementsprechend Schwankungen. Wenn im Winter der Wert nicht zu stark absinkt, ist eine zusätzliche Einnahme von Präparaten nicht notwendig.

Vitamin D unterstützt den Knochenbau und das Immunsystem

Ein ausreichender Vitamin-D-Haushalt im Körper ist jedoch wichtig, denn Vitamin D unterstützt den Knochenbau und das Immunsystem. Vitamin D nimmt bei einigen Prozessen in unserem Körper eine wichtige Rolle ein. Dazu gehören beispielsweise:

• Die Regulierung der Calcium-Aufnahme
• Die Mineralisierung der Knochen
• Die Steuerung wichtiger Knochenzellen und Knochenproteine
• Die Kontrolle des Immunsystems
• Die Unterstützung der Produktion körpereigener Abwehrkräfte

Weiterhin soll Vitamin D auch bei Krankheiten wie Krebs oder Diabetes helfen. Aussagekräftige wissenschaftliche Studien sind dazu allerdings noch nicht vorhanden. Somit verhilft die Einnahme von zusätzlichen Vitamin-D-Präparaten nicht unbedingt, um schweren Krankheiten vorzubeugen. Hier besteht also weiterer Forschungsbedarf, auch in Form von Langzeitstudien.

Vitamin-D-Produktion anregen

Auf spezielle Vitamin-D-Präparate können die meisten Menschen auch in Deutschland also verzichten. Seinen Speicher im Sommer aufzutanken ist eher sinnvoll. Allerdings sollte man es dabei nicht übertreiben. Eine übermäßige Sonneneinstrahlung führt zu Hautschäden und sogar zu Krebs. Wer sich hingegen mit Sonnencreme einreibt, hemmt dadurch wieder die Vitamin-D-Produktion, weil weniger UV-B-Strahlung in die Haut eindringen kann.
Hier muss also ein gesunder Mittelweg gefunden werden. Einige Minuten in der Sonne ohne Sonnenschutz ist die sinnvollste Vorgehensweise. Stundenlanges Verharren in der Sonne bringt für den Vitamin-D-Spiegel ohnehin nichts. Der Körper stellt die Produktion einfach ein, wenn genügend Vitamin D im Körper vorhanden ist.

Darüber hinaus kann auch über die Nahrung ein wenig der Haushalt ausgeglichen werden. In erster Linie findet sich Vitamin D in Fischen, beispielsweise in Aal, Hering oder Lachs. Auch Eier und Avocados haben einen Vitamin-D-Anteil. Für die Versorgung des kompletten Bedarfs reicht das allerdings nicht aus.

Also gilt es auch im Winter, jeden Sonnenstrahl auszunutzen – insofern das Wetter mitspielt. Neben der Produktion des wichtigen Vitamins gehen damit noch weitere Faktoren einher. Die zusätzliche Bewegung animiert das Herz-Kreislauf-System und lässt die Wintermüdigkeit verschwinden. Vitamin-Präparate sollten nicht als Ausrede genutzt werden, um nicht rausgehen zu müssen. Wer jedoch das Gefühl hat, dass eine zusätzliche Einnahme helfen könne, sollte sich von einem Arzt beraten lassen.



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