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Nachricht vom 12.04.2013    

Kinder brauchen auch leise Töne

Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz verleiht die „Lärmampel“ an Kitas, um diesen durch den korrekten Einsatz von Technik, Organisation und Pädagogik eine entsprechende Anpassung des Lärmpegels zu ermöglichen und einen angenehmen Wechsel von laut und leise zu ermöglichen.

Mit dem Einsatz von Lärmampeln in Kitas soll der Geräuschpegel besser kontrolliert werden. (Foto: Unfallkasse RLP)

Rheinland-Pfalz/Region. Ein Tag in der Kindertageseinrichtung (Kita) kann ganz schön laut sein: klingelnde Spielzeughandys, tutende Feuerwehrautos, lautes Geschrei, umfallende Bauklötze. Wenn Kinder spielen, kann es ganz schön laut werden. Und das soll es ja auch. Doch wichtig ist der Wechsel zwischen laut und leise sowie Rückzugszonen für Groß und Klein.

„Eine gute Möglichkeit ist eine Ampel, die Lärm für Kinder und Erziehungskräfte sichtbar macht“, informiert Annette Tornau von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. „Spielerisch können Erziehungskräfte in Kindertageseinrichtungen den Kindern das Thema näher bringen“, so die Präventionsfachfrau. Mit Lärmampeln, welche die Unfallkasse Rheinland-Pfalz Kitas kostenfrei zur Verfügung stellt, können Kinder selbst herausfinden, wie laut es in ihrer Einrichtung ist. Je nach Geräuschpegel leuchtet auf der Ampel das „stille“ Grün oder das „laute“ Rot auf.

Hörschäden, Konzentrationsschwierigkeiten
Ständige Beschallung quält das empfindliche Gehör vieler Kinder und Erziehungskräfte. Damit nicht genug – lärmgestresste Kinder bleiben in ihrer Sprachentwicklung und Konzentrationsfähigkeit häufig hinter denen zurück, die ihre Ruhephasen haben dürfen. Ruhe-Inseln im Kindergarten und Daheim bieten den Kindern die Möglichkeit zum Entspannen und sollten ein Muss sein. Darauf weist Annette Tornau besonders hin.



Bauliche, organisatorische und pädagogische Maßnahmen
Bei der Planung und Sanierung von Kindergärten lassen sich durch geeignete raum-akustische Maßnahmen, wie dem Einbringen schallabsorbierender Flächen, Geräuschpegel spürbar mindern. Doch eine gute Organisation und die pädagogische Arbeit der Erziehungskräfte spielen in puncto Lärm ebenfalls eine wichtige Rolle. So kann man mit dem Einsatz einer Lärmampel pädagogische Maßnahmen unterstützen oder durch das Einrichten von „lauten“ und „leisen“ Bereichen eine verbesserte Atmosphäre für Jung und Alt schaffen.


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