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Nachricht vom 22.12.2012    

Großbrand in Großmaischeid: Reithalle mit gelagerten Heuballen brannte bis auf die Grundmauern ab (aktualisiert)

Großmaischeid. Am Ortsrand ist am Samstagabend eine Reithalle bis auf die Grundmauern abgebrannt. Auf dem Anwesen Brüse, einem Reiterhof, stand die große Halle, in der dem Vernehmen nach 1.500 große Rundballen Heu gelagert wurden, lichterloh in Flammen. Die Feuerwehren konnten nur noch das kontrollierte Abbrennen überwachen.

In einem Meer aus Flammen ging die einstmals prächtige Reithalle auf den Hof Brüse unter. Noch ist unklar, wie das Feuer entstand. Fotos: Holger Kern/Wolfgang Tischler

Kurz vor 16 Uhr wurde bei der Feuerwehr Großmaischeid der Alarm ausgelöst. Die ersten Einsatzkräfte rückten zu dem nur einen Kilometer vom Feuerwehrhaus entfernten Reiterhof aus. Dort waren Helfer schon damit beschäftigt, die Pferde aus den Ställen heraus auf die Weiden in Sicherheit zu bringen.

Nach und nach trafen die mitalarmierten Feuerwehren aus Kleinmaischeid, Stebach, Kausen, Dierdorf, Selters und Puderbach ein. Die brennende Reithalle war für die Einsatzfahrzeuge nur schwer über eine schmale und abschüssige Zufahrt zu erreichen. Zudem gibt es dort kaum Wasseranschlussmöglichkeiten. Längere Zeit konnten nur zwei Feuerwehrmänner mit einem Wasserstrahl gegen das Flammenmeer vorgehen. Ausrichten konnten diese Erstkräfte mit dem wenigen Wasser nicht viel.

Später kam die Drehleiter dazu, von der aus das ebenfalls brennende Dach der Halle mit Schaum belöscht wurde. Zwischenzeitlich legten andere Feuerwehrkräfte eine mehrere hundert Meter lange Schlauchleitung aus dem Ort heraus bis zu dem abgelegenen Hof. Die Reitanlage befindet sich unterhalb der Großmaischeider Tennisplätze, in der Nähe des Hotels Tannenhof an der Straße nach Stebach.



Nach ersten Informationen durch die Polizei gab es keine Verletzten. Notarzt und Rettungsdienst waren vor Ort, mussten aber nicht eingreifen, blieben aber vorsorglich da. Tiere kamen ebenfalls nicht zu schaden.

Wie es zu dem Vollbrand kommen konnte, ist noch unklar. Die Polizei war ebenfalls schnell vor Ort und nahm die Ermittlungen auf. Auf das direkt angrenzende Wohnhaus hat das Feuer nicht übergegriffen. Mit den Löscharbeiten und dem Überwachen des Brandherdes war die Feuerwehr noch Stunden beschäftigt.

Stand Sonntagmittag (23.12.) mit aktuellen Bildern:

Die Feuerwehren, bis auf die Kausener Einheit, sind abgezogen, aber noch immer sind dichte Rauchwolken über dem Anwesen. Bis nach Mitternacht dauerten die Löscharbeiten. Die Kausener Wehr hat die derzeitige Brandwache übernommen. Der hintere Teil der Reithalle ist komplett eingestürzt und dort brennen noch immer Heuballen. Ab und an wird Wasser gespritzt, damit der Brand sich nicht wieder ausbreitet. Zur Ursache können immer noch keine Angaben gemacht werden. Holger Kern/Wolfgang Tischler


Lokales: Dierdorf & Umgebung
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