IG Metall Neuwied: Warnstreiks für bessere Tarifbedingungen
In Andernach versammelten sich am 3. November 2026 rund 400 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie zu einem erneuten Warnstreik. Die IG Metall fordert bessere Tarifbedingungen, während die Arbeitgeber ein Minus-Angebot vorgelegt haben.
Neuwied. Die IG Metall Neuwied rief am 3. November 2026 erneut zu einem Warnstreik auf. Um 13 Uhr startete die Aktion vor dem Werkstor von thyssenkrupp Rasselstein in Andernach. Auch Mitarbeiter der Mittelrheinischen Metallgießerei Beyer und der SPIE SAG wurden zum Streik aufgerufen. Insgesamt legten 400 Beschäftigte ihre Arbeit vorübergehend nieder.
Die Gewerkschaft hat den Arbeitgebern ein Tarifpaket vorgeschlagen, das eine Entgelterhöhung von fünf Prozent, die Sicherung von Arbeitsplätzen sowie eine Gewinnbeteiligung für florierende Unternehmen vorsieht. Im Gegensatz dazu boten die Arbeitgeberverbände vergangene Woche eine einmalige Zahlung im Juli 2027 und eine Entgelterhöhung von 1,3 Prozent ab Juli 2028 an. Diese Offerte würde laut IG Metall zu erheblichen Kaufkraftverlusten führen.
Markus Eulenbach von der IG Metall erklärte: "Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten braucht es Lösungen, die Beschäftigung sichern und den Menschen Perspektiven geben. Wer den Beschäftigten Geld entzieht, schwächt auch die Nachfrage und damit die wirtschaftliche Entwicklung. Wir benötigen tarifliche Lösungen für alle Betriebe, egal ob sie aktuell vor Herausforderungen stehen oder gute Geschäfte machen."
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Marc Winter, Betriebsratsvorsitzender von thyssenkrupp Rasselstein, ergänzte: "Die Stimmung in den Betrieben ist eindeutig. Viele Kolleginnen und Kollegen haben kein Verständnis dafür, dass die Arbeitgeber die wirtschaftliche Belastung einseitig auf die Beschäftigten abwälzen wollen. Mit den Warnstreiks setzen wir ein klares Signal: Wir erwarten schleunigst Bewegung von den Arbeitgebern am Verhandlungstisch."
Weitere Warnstreiks sind für Mittwoch und Donnerstag geplant. Red
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