Kreative Ideen zur Unfallverhütung: Schülerwettbewerb in Plaidt
Der Mal- und Zeichenwettbewerb "Einfälle gegen Unfälle" an der IGS Plaidt zeigt, wie kreativ Schülerinnen und Schüler mit alltäglichen Gefahren umgehen. Die eingereichten Werke spiegeln nicht nur klassische Themen der Unfallprävention wider, sondern auch aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen.
Plaidt. Beim traditionsreichen Wettbewerb "Einfälle gegen Unfälle" der Unfallkasse Rheinland-Pfalz und des Ministeriums für Bildung verwandelte sich die Sporthalle der IGS Plaidt in ein buntes Meer aus Farben. Insgesamt 3526 Bilder von Sechstklässlerinnen und Sechstklässlern aus 102 Schulen wurden eingereicht. Diese Kunstwerke dienen als Seismograf für die Veränderungen in der Lebenswelt der Kinder: Neben klassischen Themen der Unfallprävention thematisieren sie zunehmend digitale und gesellschaftliche Phänomene sowie Ängste.
Die Bandbreite der eingereichten Ideen reicht von humorvollen Alltagstipps bis zu innovativen Erfindungen zur Unfallverhütung. Ratschläge wie "Be(e) careful" beim Barfußlaufen auf der Wiese oder "Finger weg vom Handy" finden sich ebenso wie kreative Erfindungen wie Kameraautos, die bei roten Ampeln automatisch bremsen, oder ein "Super-Stuhl-Airbag" für den Unterricht. Beliebte Themen in diesem Jahr waren Ablenkung durch Smartphones im Straßenverkehr, Waldbrände, Bade- und Reitunfälle sowie riskante Mutproben.
Die Jury, bestehend aus erfahrenen Juroren und Schülerjuroren der IGS Plaidt, steht jedes Jahr vor der Herausforderung, die besten Werke auszuwählen. Trotz des hohen kreativen Niveaus vieler Bilder gibt es ein Dilemma: Einige Darstellungen sind zwar handwerklich beeindruckend gestaltet, verfehlen jedoch das eigentliche Thema des Wettbewerbs. Juror Christian Hacker erklärt: "Viele Bilder rücken wichtige Themen ins Licht, wie Stranger Danger, Mobbing oder Depressionen. So wichtig diese Botschaften sind - mit dem eigentlichen Unfallschutz haben sie leider nichts zu tun."
Bei der Themenwahl gab es sowohl altbekannte als auch neue Entdeckungen. Bernd Kammer, langjähriger Juror, bemerkt: "Das Thema Eichenprozessionsspinner habe ich noch nie gesehen." Ute Rodinger vom Bildungsministerium ist erstmals als Jurorin dabei und von der Masse an Bildern überwältigt. Sie bedauert, dass Bleistiftzeichnungen oft übersehen werden, während farbige Motive schneller auffallen.
Nach intensiver Sichtung stehen die Preisträgerinnen und Preisträger fest. Die offizielle Ehrung erfolgt am Ende des Jahres bei der Unfallkasse in Andernach, wo Geld- und Buchpreise auf die Gewinner warten. Red
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