Pressemitteilung vom 19.10.2026 
Auf neuen Wegen durch Neuwied: Stadt entwickelt Radnetz weiter
In Neuwied hat sich für Radfahrer an mehreren Stellen etwas verbessert. Gleichzeitig können sie bis zum 30. November 2026 beim Fahrradklima-Test des ADFC ihre Erfahrungen und Einschätzungen einbringen.
Neuwied. Wie gut lässt sich Neuwied auf zwei Rädern durchqueren? Wo läuft es rund und wo gibt es noch Luft nach oben? Beim Fahrradklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) sind die Menschen wieder gefragt. Bis zum 30. November 2026 können sie ihre Erfahrungen aus dem Alltag einbringen. Bei vergangenen Tests zeigte sich noch Verbesserungsbedarf. Seitdem hat sich an mehreren Stellen etwas getan.
Besonders sichtbar sind die Veränderungen in der Innenstadt. Seit Juni führt die Engerser Straße zwischen Wilhelm- und Pfarrstraße als Fahrradstraße durch das Zentrum. Sie bildet einen wichtigen Baustein für eine durchgängige Verbindung. Auch die erneuerte Schloßstraße verbessert die Bedingungen mit ihrem Zweirichtungsradweg. Zusätzlich hat die Stadt ausgewählte Abschnitte der Fußgängerzone für Fahrräder geöffnet. Dazu gehören die Engerser Straße, die Langendorfer Straße zwischen Luisen- und Schloßstraße sowie die Friedrichstraße.
Am Rhein steht der nächste Schritt kurz vor dem Abschluss. Bei der Neugestaltung des Deichufers entsteht südlich der Rheinbrücke ein asphaltierter gemeinsamer Geh- und Radweg. Die offizielle Route führt künftig direkt am Wasser entlang, statt am Durchlass Kappelstraße hinter den Deich auf die Rheinstraße zu wechseln. Zugleich verschwindet auf diesem Abschnitt das bisherige Natursteinpflaster. Eine glatte Asphaltdecke ermöglicht eine angenehmere Fahrt.
Weitere Projekte in Irlich, Block und Niederbieber
Im Haushalt 2026 sind Mittel für drei weitere Projekte vorgesehen. In Irlich will die Stadt die Verbindung im Bereich der Brunnenstraße und der Kurtrierer Straße verbessern. In Block will sie eine Lücke schließen: Entlang des Mittelwegs endet der bestehende Radweg bislang am Kreisverkehr und soll dort weiterführen. Hinzu kommt die Boesner Trasse in Niederbieber. Die ehemalige Eisenbahntrasse durch das Gewerbegebiet möchte die Stadt als neue Radverbindung nutzen. Über diese drei Projekte hinaus wird derzeit eine mögliche Pendlerroute im Bereich Engers geprüft.
Wie die Menschen die Bedingungen auf zwei Rädern aktuell erleben, können sie nun beim Fahrradklima-Test bewerten. Der ADFC fragt unter anderem nach dem Zustand der Wege und dem Sicherheitsgefühl im Straßenverkehr. Die Online-Befragung dauert rund zehn Minuten und läuft noch bis zum 30. November. Teilnehmen können Menschen ab zehn Jahren. Erstmals gibt es zusätzlich eine eigene Umfrage für junge Menschen zwischen zehn und 20 Jahren. Beide Befragungen sind online abrufbar. (PM/Red)
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