Pressemitteilung vom 13.10.2026 
Oberhonnefeld-Gierend startet Beteiligungsprozess zur Dorfentwicklung
Die Ortsgemeinde Oberhonnefeld-Gierend kann mit der Dorfmoderation und der Fortschreibung ihres Dorferneuerungskonzepts beginnen. Im Mittelpunkt steht die Beteiligung der Bürger an der Zukunftsplanung des Ortes.
Oberhonnefeld-Gierend. Der Erste Kreisbeigeordnete und Planungsdezernent Philipp Rasbach hat den Förderbescheid an Ortsbürgermeister Harald Berndt übergeben. Damit kann die Gemeinde in einen Beteiligungsprozess starten, bei dem die Ideen und Vorstellungen der Einwohner gefragt sind.
Gemeinsam mit Fachleuten soll zunächst eine Bestandsaufnahme erfolgen. Dabei geht es unter anderem darum, was den Ort auszeichnet, wo Handlungsbedarf besteht, welche Angebote fehlen und welche bestehenden Strukturen erhalten oder gestärkt werden sollen.
In Workshops und Gesprächsrunden sollen anschließend konkrete Ideen für die weitere Entwicklung entstehen. Themen können die Gestaltung des Ortsbildes und öffentlicher Räume, das soziale und kulturelle Leben sowie das Miteinander der Generationen sein. Die Ergebnisse der Dorfmoderation bilden eine Grundlage für die weitere Dorferneuerungsplanung der Gemeinde.
"Eine nachhaltige Dorfentwicklung kann besonders dann gelingen, wenn diejenigen einbezogen werden, die hier leben und ihren Ort jeden Tag erleben", sagte Philipp Rasbach bei der Übergabe. Die Dorfmoderation ermögliche es den Bürgern, eigene Vorstellungen einzubringen und gemeinsam über künftige Schwerpunkte zu diskutieren.
Förderung durch das Land
Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt solche Prozesse im Rahmen der Dorferneuerung mit bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Für die Dorfmoderation können Zuschüsse von bis zu 15.000 Euro und für die Erstellung eines Dorferneuerungskonzepts von bis zu 10.000 Euro gewährt werden.
Für Oberhonnefeld-Gierend geht es dabei auch um den Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels, die Attraktivität des Ortes für unterschiedliche Generationen sowie den langfristigen Erhalt und die Weiterentwicklung des gesellschaftlichen Lebens und der gewachsenen Strukturen.
Ortsbürgermeister Harald Berndt begrüßte die Förderung. Nun komme es darauf an, möglichst viele Bürger zu beteiligen und unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen. Auch Rasbach warb für eine rege Teilnahme: "Die besten Ideen für einen Ort entstehen häufig dort, wo die Menschen unmittelbar wissen, was gut funktioniert und wo Veränderungen sinnvoll wären. Deshalb hoffe ich, dass viele Bürger die Gelegenheit nutzen und sich aktiv beteiligen." (PM/Red)
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