Pressemitteilung vom 09.10.2026 
Klimabilanz in Bad Honnef: Emissionen sinken um neun Prozent
Die Stadt Bad Honnef verzeichnet Fortschritte im Klimaschutz, wie die aktuelle Energie- und Treibhausgasbilanz zeigt. Trotz dieser positiven Entwicklungen gibt es weiterhin Herausforderungen, insbesondere im Verkehrssektor. Der Umweltausschuss diskutierte über Maßnahmen und finanzielle Aspekte des Klimaschutzmanagements.
Bad Honnef. Die Treibhausgasemissionen in Bad Honnef sind zwischen 2021 und 2024 um neun Prozent gesunken, während der gesamte Energieverbrauch um zwölf Prozent abnahm. Diese Ergebnisse wurden am 8. Oktober 2026 im Umweltausschuss vorgestellt.
Neben der Bilanz standen auch die finanziellen Aspekte des geförderten Klimaschutzmanagements auf der Tagesordnung.
Deutlicher Rückgang bei privaten Haushalten
Die jährlichen Treibhausgasemissionen reduzierten sich von rund 183.700 Tonnen im Jahr 2021 auf etwa 167.100 Tonnen im Jahr 2024. Der Energieverbrauch sank im gleichen Zeitraum von circa 623.000 auf rund 548.000 Megawattstunden. Besonders bemerkenswert ist der Rückgang bei den privaten Haushalten mit rund 25 Prozent. Auch Gewerbe, Handel und Dienstleistungen verzeichneten eine Reduzierung um etwa 23 Prozent, während die Industrie ihre Emissionen um rund zehn Prozent senkte. Bei kommunalen Einrichtungen sanken die Emissionen um rund neun Prozent.
Herausforderung Verkehr
Der Verkehrssektor bleibt eine Herausforderung, da er 2024 rund 53 Prozent der gesamten Emissionen verursachte. Während andere Sektoren Einsparungen erzielten, stiegen die Emissionen im Verkehr um etwa sieben Prozent an. Der Energieverbrauch im Verkehr blieb nahezu konstant, was den Anteil des Verkehrs an den Gesamtemissionen erhöhte.
"Die aktuelle Bilanz zeigt, dass sich Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen in Bad Honnef insgesamt rückläufig entwickeln", erklärte Holger Heuser, Erster Beigeordneter der Stadt Bad Honnef, "Das ist eine wichtige Entwicklung, gleichzeitig dürfen wir die bestehenden Herausforderungen nicht aus dem Blick verlieren."
Klimaschutzmanagement begleitet konkrete Projekte
Seit dem 1. Februar 2022 verfügt Bad Honnef über ein vom Bund gefördertes Klimaschutzmanagement. Diese Stelle koordiniert Projekte wie das Thermografieprojekt Climap, das energetische Schwachstellen an Gebäuden aufdeckt. Weitere Angebote umfassen Informationsveranstaltungen zu Photovoltaik und Solarenergie sowie Unterstützung ehrenamtlicher Initiativen.
Stadt legt Kosten und Förderung offen
Im Umweltausschuss wurden auch die finanziellen Auswirkungen des Klimaschutzmanagements dargestellt. Zwischen dem 1. Februar 2022 und dem 21. September 2026 entstanden Gesamtausgaben von rund 536.000 Euro. Davon entfielen etwa 315.000 Euro auf Personalkosten und weitere 221.000 Euro auf Projekte. Bundesfördermittel deckten bisher rund 175.000 Euro ab, sodass der Eigenanteil der Stadt bei rund 361.000 Euro liegt.
Klimaschutz bleibt eine langfristige Aufgabe
Trotz der positiven Entwicklung bei Energieverbrauch und Emissionen bestehen weiterhin Herausforderungen, insbesondere im Verkehrsbereich. Die regelmäßige Fortschreibung der Klimabilanz hilft der Stadt, Veränderungen zu erkennen und Schwerpunkte abzuleiten. Das Klimaschutzmanagement unterstützt diese Bemühungen durch Projekte und die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren.(PM/Red)
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