Pressemitteilung vom 05.10.2026 
Tauschladen von ReThink findet neues Zuhause in der Neuwieder Innenstadt
Der Tauschladen des Vereins ReThink ist in die Engerser Straße 5 am Rand der Neuwieder Fußgängerzone umgezogen. Dort werden gebrauchte Alltagsgegenstände angenommen und gegen eine kleine Spende weitergegeben - zugleich ist der Laden ein Treffpunkt für Ehrenamtliche und Besucher.
Neuwied. Seit sechs Jahren engagiert sich eine Gruppe Ehrenamtlicher im Tauschladen von ReThink. Was als kleines Tauschregal an der Heilig-Kreuz-Kirche begann, ist inzwischen zu einem Team mit 20 Mitgliedern und einem größeren Sortiment gewachsen. In der Engerser Straße 5 hat der Tauschladen nun neue Räume mitten in der Innenstadt bezogen. Oberbürgermeister Jan Einig und City-Managerin Michaela Ullrich besuchten die Ehrenamtlichen dort und tauschten sich mit ihnen aus.
Wie der Tauschladen funktioniert
Während der Öffnungszeiten können Interessierte im Sortiment stöbern und Gegenstände gegen eine kleine Spende mitnehmen. Gleichzeitig nimmt das Team Sachspenden entgegen. Dazu gehören unter anderem Kleidung, Hausrat und Dekoartikel. Möbel, Musik- und Videokassetten, Kindersitze, Fahrradhelme, Pelze und Deckenlampen werden nicht angenommen.
Sachspenden können werktags bis 11 Uhr mit dem Auto direkt vor dem Laden abgegeben werden. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Fußgängerzone für den Lieferverkehr freigegeben. Die Zufahrt erfolgt über die Schlossstraße. In unmittelbarer Nähe gibt es zudem einige reguläre Parkplätze.
Die neuen Räume bieten nach Angaben des Teams 42 Quadratmeter Laden- und Lagerfläche sowie eine kleine Toilette. "Mit 42 Quadratmetern Laden- und Lagerfläche und einer kleinen Toilette haben wir hier alles, was wir benötigen", erklärt Tina Monzen. "Der Laden hat vor allem eine einladende Atmosphäre und ist schön übersichtlich."
Für das Team steht neben dem nachhaltigen Konsum auch der persönliche Austausch im Mittelpunkt. "Das ist uns besonders wichtig, denn bei unserem Konzept geht es nicht nur um nachhaltigen Konsum und die vielen verschiedenen Alltagsgegenstände, die man hier bei uns finden und mitnehmen kann, sondern auch um das Miteinander", sagt Marion Pörsch. "Wir sind hier alle Freunde", beschreibt sie die Stimmung im Team. Einige ehemalige Kundinnen und Kunden, viele von ihnen aus der Ukraine, engagieren sich inzwischen selbst ehrenamtlich im Tauschladen.
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Weitere Projekte und finanzielle Sorgen
Jan Einig sieht in dem Laden eine Belebung für den ruhigeren Abschnitt der Fußgängerzone abseits der Mittelstraße und des Luisenplatzes. "Durch den Tauschladen finden mehr Menschen ihren Weg hierher, das ist eine echte Belebung", sagt der Oberbürgermeister.
Vor dem Laden steht ein Stuhl, auf dem die Ehrenamtlichen sitzen und mit Passantinnen und Passanten ins Gespräch kommen. Der Tauschladen ist eines von mehreren Projekten des gemeinnützigen Vereins ReThink. Der Verein organisiert und betreibt unter anderem Repair Cafés, einen Klimagarten, einen Büchertauschschrank sowie Hof- und Gartenflohmärkte. Ziel ist es, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit im Alltag zu fördern und eine ressourcenschonendere Form des Konsums vorzuleben.
Geöffnet ist der Tauschladen montags, dienstags und samstags von 10 bis 16 Uhr, mittwochs von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr, donnerstags von 14 bis 16 Uhr und freitags von 10 bis 14 Uhr.
Ob die Räume in der Engerser Straße dauerhaft genutzt werden können, ist allerdings offen. "Da wir anders als herkömmliche Geschäfte keine Umsätze generieren, sind wir auf finanzielle Förderungen angewiesen", erklärt Tina Monzen. "Da kürzlich Förderungen ausgelaufen sind, ist es aktuell unklar, wie es mittelfristig mit dem Tauschladen und den Geschäftsräumen von ReThink e.V. in Heimbach-Weis weitergeht."
Der Verein bittet neben Sachspenden deshalb auch um finanzielle Unterstützung. City-Managerin Ullrich und Oberbürgermeister Einig sagten dem Team Beratung und Unterstützung zu, unter anderem bei Anträgen, der Suche nach Fördermitteln oder geeigneten Räumlichkeiten. "Der Tauschladen hat sich in den letzten Jahren in der Neuwieder Innenstadt etabliert und ist für viele Anwohnerinnen und Anwohner ein fester Anlaufpunkt geworden", sagt Ullrich. "Deshalb ist es uns ein Anliegen, dass dieses Angebot auch in Zukunft erhalten bleibt." PM/Red
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