Pressemitteilung vom 01.10.2026 
Zweite Linksabbiegerspur an der Andernacher Straße kommt
An der Kreuzung B42/Berggärtenstraße und Andernacher Straße in Neuwied soll der Verkehr künftig besser abfließen. Wegen der gesperrten La-Porte-Unterführung wird in den Herbstferien eine zweite Linksabbiegerspur eingerichtet.
Neuwied. Die Kreuzung soll am Sonntag, 18. Oktober, angepasst werden. Voraussetzung ist, dass das Wetter die Markierungsarbeiten zulässt. Neben neuen Fahrbahnmarkierungen müssen auch die Schilder geändert werden.
Die zusätzliche Spur soll Verkehrsteilnehmenden helfen, die aus der Andernacher Straße kommend auf die B42 in Richtung Irlich und Feldkirchen auffahren wollen. Auf der B42 gilt nach etwa 70 Metern das Reißverschlussverfahren. Für den Geradeausverkehr nach Niederbieber und für das Rechtsabbiegen in die Berggärtenstraße steht zunächst nur noch eine Spur zur Verfügung.
Der Sperrung der La-Porte-Unterführung ist es geschuldet, dass sich der Verkehr derzeit insbesondere an der Kreuzung B42/Berggärtenstraße und Andernacher Straße staut. Die zweite Linksabbiegerspur wurde nach Angaben der Stadtverwaltung mit den zuständigen verwaltungsinternen Stellen, der Polizei und dem Landesbetrieb Mobilität abgestimmt.
Eine Herausforderung ist die enge Kurve. "Jeder, der dort schon mal abgebogen ist, weiß, wie eng die Kurve eigentlich ist. Wenn ich nur eine Spur habe, ist es nicht allzu tragisch, sollte ich leicht beim Abbiegen ausscheren. Fährt dort jetzt allerdings ein weiteres Fahrzeug, besteht natürlich eine höhere Kollisionsgefahr", erklärt Manfred Reitz, Leiter der Straßen- und Tiefbauabteilung. Er ergänzt: "Also bitte besonders vorsichtig fahren!"
Die Arbeiten sollen an einem Sonntag in den Herbstferien stattfinden, um die Verkehrssituation möglichst wenig zusätzlich zu belasten. Auch eine Änderung der Ampelschaltung wurde geprüft. Die Lichtsignalanlagen passen ihre Grünphasen bereits abhängig vom Verkehrsaufkommen an. Nach Auswertung der Daten werden sowohl der geradeaus führende Verkehr auf der B42/Berggärtenstraße als auch die Linksabbieger aus der Andernacher Straße in Richtung Irlich bevorzugt.
Gemeinsam mit dem für die Lichtsignalanlagen zuständigen Dienstleister spielte die Verwaltung verschiedene Szenarien durch. Dazu gehörten unter anderem eine dauerhafte Priorisierung der beiden am stärksten frequentierten Verkehrsströme, eine längere Umlaufzeit und der Verzicht auf eigene Grünphasen für Fußgänger. "Entweder es bringt keine Entlastung oder der Stau verlagert sich nur", resümiert Reitz.
Die Verwaltung habe zunächst verlässliche Daten abwarten müssen, um die Folgen der Sperrung beurteilen zu können. Ampelanlagen stünden zudem in Wechselwirkung mit den umliegenden Kreuzungen. "Mal gerade hier bisschen länger, da bisschen kürzer die Grünphase - das lässt sich leicht sagen. Verändern wir etwas, kann sich das allerdings auch immer negativ auf den Verkehrsfluss auswirken, und im schlimmsten Fall geht gar nichts mehr", erläutert Reitz.
Die Kreuzung an der Kirmeswiese habe bereits vor der Sperrung der La-Porte-Unterführung an ihrer Kapazitätsgrenze gelegen. "Wir haben uns intensive Gedanken gemacht, was sich trotzdem aus der Kreuzung rausholen lässt, damit der Verkehr besser fließt. Viel mehr als die zweite Linksabbiegerspur lässt sich leider nicht machen", fasst Reitz zusammen. PM/Red
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