Pressemitteilung vom 29.09.2026 
Koblenzer Zoll überprüft Friseur- und Kosmetikbranche intensiv
Am 26. September 2026 führte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls eine bundesweite Prüfung in der Friseur- und Kosmetikbranche durch. Im Bezirk des Hauptzollamtes Koblenz wurden Nagelstudios und Barbershops genau unter die Lupe genommen.
Koblenz. Am 26. September hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls eine groß angelegte Überprüfung im Friseur- und Kosmetikgewerbe durchgeführt. Kontrolliert wurde insbesondere die Einhaltung der sozialversicherungsrechtlichen Pflichten und des Mindestlohns. Ebenso sollten illegale Beschäftigung und Scheinselbstständigkeit aufgedeckt werden. Bundesweit waren rund 2.200 Zollbeamte im Einsatz.
Im Bereich des Hauptzollamts Koblenz beteiligten sich mehr als 80 Zöllner an den Kontrollen. Dabei wurden rund 220 Personen befragt und ihre Arbeitsverhältnisse geprüft. Die FKS stellte zahlreiche Sachverhalte fest, die weitere Untersuchungen erfordern. In mehr als 40 Fällen besteht der Verdacht, dass Aufzeichnungs- und Meldepflichten, insbesondere in Bezug auf den Mindestlohn, nicht eingehalten wurden.
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Mehrere Strafverfahren eingeleitet
"Vor Ort wurden sieben Strafverfahren und 46 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Wir haben bei den Strafverfahren überwiegend den Verdacht, dass gegen aufenthaltsrechtliche Vorschriften verstoßen wurde", erklärte Thomas Molitor, Pressesprecher des Hauptzollamtes Koblenz.
Die Prüfungen werden von umfangreichen Nachermittlungen begleitet, bei denen die erhobenen Daten der Arbeitnehmer mit den Lohn- und Finanzunterlagen der Unternehmen abgeglichen werden. Der Zoll steht dabei in engem Austausch mit anderen Behörden und der Rentenversicherung. (PM/Red)
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