Pressemitteilung vom 29.09.2026 
Ein Leben im Wandel: Ralf Arzheimer und das Heinrich-Haus
Seit fast 60 Jahren lebt Ralf Arzheimer im Heinrich-Haus und hat in dieser Zeit viel erlebt. Von gemeinsamen Ausflügen bis hin zu Veränderungen in der Eingliederungshilfe - sein Leben ist eng mit der Geschichte des Hauses verbunden.
Neuwied-Engers. Ralf Arzheimer, geboren 1952 in Koblenz, lebt seit dem 1. Oktober 1967 im Heinrich-Haus. Aufgrund einer Behinderung ist er von Geburt an auf einen Rollstuhl angewiesen. Als eines von fünf Kindern konnte seine Mutter mit Unterstützung der Ordensschwester Genoveva einen Platz für ihn im Heinrich-Haus sichern. Am 1. Oktober 1967 zog der damals 15-jährige Ralf Arzheimer in den Wohnbereich für behinderte Menschen in Engers ein.
Die Anfangsjahre verbrachte Arzheimer in einem Gebäude, das aus drei Etagen bestand. "Der Wohnbereich bestand aus drei Etagen. Anfangs wohnte ich in einem Doppelzimmer bei den Jugendlichen im Erdgeschoss, später dann bei den Männern im zweiten Stock. Im dritten Stock lebten die Lehrlinge des Heinrich-Hauses. Außerdem gab es zwei große Säle, in denen je fünf Personen wohnten", erinnert sich der heute 74-Jährige. Inzwischen lebt er im "Wohnen am Park A" und genießt den Komfort eines eigenen Zimmers voller Erinnerungen.
Rückblick auf die 70er Jahre
Besonders gerne denkt Arzheimer an die 70er Jahre zurück, die er als seine beste Zeit im Heinrich-Haus bezeichnet. Damals erhielt er 1974 einen neuen E-Rollstuhl mit Fußsteuerung, der ihm mehr Mobilität verschaffte. Fotos zeugen von Reisen nach Dänemark und St. Moritz. "Meine Ferienfreizeiten waren reine Männergruppen, denn damals waren Männer und Frauen leider noch getrennt", erzählt er.
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Von 1967 bis 1981 war Arzheimer ausschließlich im Wohnheim tätig, bevor er 1981 einen geregelten Arbeitsalltag begann. Bis 2011 kümmerte er sich um die Postverteilung im Heinrich-Haus und erledigte Botengänge zur Sparkasse. "Heute bringt er auch gern noch für uns die Post weg", berichtet Pflegefachkraft Anne Enders.
Lebendiger Teil der Gemeinschaft
Auch wenn der inzwischen 74-Jährige nicht mehr so mobil ist wie früher, kann er dank moderner Eingliederungshilfe und treuer Freunde weiterhin aktiv am Leben teilnehmen. Der Seelsorger und Pfarrer Paul Freialdenhoven besucht ihn regelmäßig und begleitet ihn sonntags zum Gottesdienst. So bleibt Ralf Arzheimer ein lebendiger Teil der Gemeinschaft im Heinrich-Haus. (PM/Red)
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