Pressemitteilung vom 27.09.2026 
Feuerwehr der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach übt Hochwassereinsatz
Beim Landesübungstag Rheinland-Pfalz am Samstag (26. September 2026) hat die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach ein Hochwasser- und Starkregenereignis simuliert. Geübt wurden unter anderem überflutete Ortslagen, steigende Pegelstände, eingeschränkte Personalressourcen und die Verlegung der Einsatzleitung.
Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach. Im gesamten Landesgebiet Rheinland-Pfalz übten Einheiten des Brand- und Katastrophenschutzes am Samstag (26. September 2026) unter dem einheitlichen Szenario eines Hochwasser- und Starkregenereignisses. Die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach beteiligte sich an dem Landesübungstag.
Das Rahmenszenario sah ein ausgeprägtes Tief mit einer schnellen Kaltfront vor, das ab spätestens 10 Uhr das gesamte Bundesland am Samstag erfassen sollte. Angenommen wurden teils konvektiver Starkregen von örtlich 60 bis 100 Millimetern innerhalb von sechs Stunden, Sturmböen von 90 bis 120 Stundenkilometern in exponierten Lagen, Gewitter und erhöhtes Blitzaufkommen. Für den Nachmittag wurde ein leichtes Abklingen der Wetterlage angenommen, einzelne Gewitter sollten bis 20 Uhr möglich bleiben. Für Sonntag (27. September 2026) wurde eine weitere Regenfront mit gleicher oder höherer Regenmenge erwartet.
Überflutete Ortslagen und steigende Pegel
Für die Verbandsgemeinde wurde angenommen, dass das Starkregenereignis zu einem schnellen Anstieg der in die Wied mündenden Bäche, insbesondere des Fockenbachs, führt. Mehrere Straßenzüge in Niederbreitbach, Hausen und Waldbreitbach wurden dadurch stark überflutet. Zudem waren im Szenario viele Feuerwehrkräfte persönlich betroffen, wodurch die personellen Ressourcen der Einheiten im Wiedtal eingeschränkt waren.
Durch den starken Zufluss in die Wied stieg der Pegel in Friedrichstal zunächst auf etwa 2,90 Meter. Die Deichanlage in Datzeroth drohte überspült zu werden oder zu brechen. Im weiteren Verlauf wurde ein Anstieg auf 3,50 Meter prognostiziert.
Die Feuerwehr beobachtete die Wetterlage bereits im Vorfeld und traf erste Vorbereitungen. Der Übungsbeginn war um 8.15 Uhr mit einer Alarmierung durch die Integrierte Leitstelle Montabaur. Gemeldet wurde Wasser von mehr als zehn Zentimetern Höhe in einem Gebäude an der Hönninger Straße in Hausen. Ursache war im Übungsszenario, dass die Kanalisation die Niederschlagsmengen nicht aufnehmen konnte.
Ab 8.30 Uhr liefen fortlaufend weitere Einsatzstellen auf. Mehrere Einsatzstellen in den Ortschaften an der Wied und an den Zuläufen wurden von den Feuerwehreinheiten abgearbeitet. Gegen 9 Uhr erreichte der angenommene Wiedpegel zwei Meter. Wegen der sich verändernden Lage und des weiter steigenden Pegels wurde die Alarmstufe nach dem Alarm- und Einsatzplan erhöht.
Einsatzleitung und Versorgung
Im Rahmen der Übung wurde die Bevölkerung virtuell über Lautsprecher, Sirenen und digitale Medien gewarnt. Außerdem wurden die vorbereiteten Notfalltreffpunkte der Verbandsgemeinde für betroffene Bürger eingerichtet.
Weil auch eine Betroffenheit des Feuerwehrhauses Waldbreitbach angenommen wurde, verlegte die Feuerwehr die Einsatzleitung während der Übung in das Feuerwehrhaus Rengsdorf. Teile des Verwaltungsstabes der Verbandsgemeinde unterstützten die Feuerwehr-Einsatzleitung.
Für die Versorgung mit Sandsäcken wurde die Sandsackfüllmaschine am Feuerwehrhaus Breitscheid in Betrieb genommen. Die Feuerwehr plante und sicherte die Versorgung, Logistik und erforderlichen Personalkapazitäten. Die Verpflegung übernahm die Feuerwehrküche aus Rengsdorf.
Nach Angaben der Feuerwehr lieferten die praktischen Übungen wichtige Erkenntnisse, die in die weitere Planung und Vorbereitung auf ein solches Ereignis einfließen sollen. Die Beteiligten bewerteten die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach als gut auf ein solches Ereignis vorbereitet. (PM/bearbeitet durch Red)
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