Pressemitteilung vom 24.09.2026 
Jede Minute zählt: Ersthelfer-App "ProHerzschlag" zeigt erste Erfolge im Kreis Neuwied
Im Rahmen der bundesweiten Woche der Wiederbelebung 2026 verzeichnet das Ersthelfersystem "ProHerzschlag" im Kreis Neuwied bereits erste Erfolge. Das Projekt zur schnellen Notversorgung bei Herz-Kreislauf-Stillstand wurde in Zusammenarbeit mit der Gesundheitsregion Köln-Bonn entwickelt und zeigt vielversprechende Ergebnisse.
Kreis Neuwied. Noch bis zum 27. September läuft die bundesweite Woche der Wiederbelebung mit zahlreichen Aktionen wie Mitmachtrainings, Infoständen und Schulungen. Der Landkreis Neuwied nutzt diese Gelegenheit, um auf sein Ersthelfersystem "ProHerzschlag" aufmerksam zu machen. Seit Mitte Juli ist dieses Pilotprojekt, unterstützt durch das europäische Interreg-Projekt HEARTSAFE 2.0, im Einsatz.
Landrat Achim Hallerbach zieht eine positive erste Bilanz: "Nach der ersten Präsentation bei uns im Kreishaus am 12. August konnten wir die Anzahl der Ersthelferinnen und Ersthelfer auf circa 85 freigeschaltete Personen verdoppeln. Im gleichen Zeitraum gab es schon 18 Alarmierungen für Herz-Kreislauf-Stillstände über die Ersthelfer-App, bei 9 dieser Alarmierungen konnten bereits Ersthelfer an die Einsatzstelle gerufen werden." Zwei Einsätze in den Neuwieder Ortsteilen Heddesdorf und Segendorf waren besonders erfolgreich, da die maximale Anzahl von fünf möglichen Ersthelfern vor Eintreffen des Rettungsdienstes wirksame Hilfe leisten konnte.
Technische Herausforderungen wurden in Zusammenarbeit mit dem Apphersteller und der Gesundheitsregion Köln-Bonn schnell angegangen. Probleme beim Registrierungsprozess sowie bei der Alarmierung und Navigation, überwiegend bei Android-Telefonen, wurden behoben. Ein aktuelles App-Update hat die kritischsten Fehler beseitigt.
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Zukunftsorientierte Maßnahmen
Luca Falk vom Kreis-Brand- und Katastrophenschutz äußert sich optimistisch über die Resonanz auf den ersten Kurs: "Die Resonanz auf den ersten Kurs stimmt zuversichtlich für den weiteren Weg. Wir konnten Ersthelfer innerhalb der Schulung vorqualifizieren und den Prozess des ProHerzschlag-Kurses mit dem DRK-Kreisverband optimieren." Weitere Schulungstermine sind für den 14. und 28. November geplant und bereits auf der Website proherzschlag.de einsehbar. Teilnehmer erhalten nach Anmeldung entsprechende Informationen, während vorqualifiziertes Personal sich jederzeit über eLearning qualifizieren kann.
Lebensrettende Maßnahmen noch bevor der Rettungsdienst kommt
Landrat Achim Hallerbach sieht die "Woche der Wiederbelebung" als ideale Gelegenheit, um in Verwaltungen, Unternehmen, Schulen und weiteren Einrichtungen zur Mitwirkung bei ProHerzschlag aufzurufen. "ProHerzschlag ist mir im wahrsten Sinne des Wortes ein Herzensanliegen. Und je mehr Menschen in unserem Landkreis sich als Ersthelfer registrieren, umso wirksamer können wir bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand entscheidende Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken", erklärt er. (PM/Red)
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