Feuerwehr Maroth feierte Einweihung ihres neuen Fahrzeugs
Von Wolfgang Rabsch
Die Feuerwehren, auch die aus Maroth, sind bei ihren Löscheinsätzen dringend auf Wasser angewiesen, damit sie lodernde Flammen ersticken können. Aber musste es dann unbedingt sein, das am Tag der feierlichen Übergabe eines neuen Feuerwehrautos, es wie aus Kübeln regnete? Maroth befand sich an diesem Wochenende ohnehin im Feier-(Fire) Modus, denn neben der Einweihung, wurde auch das traditionelle Backesfest gefeiert.
Maroth. Neben der Hauptstraße, die durch Maroth führt, waren zwei kleine Partyzelte aufgebaut, die den Besuchern Unterschlupf vor den feuchten Ergüssen aus den Wolken gewährten. Beide Zelte waren bei der Übergabe des Fahrzeugs gut gefüllt, unter anderem durch Abordnungen anderer Feuerwehreinheiten aus der VG Selters.
Die letzte Rede von Wehrführer Jörg Waßmann
Die kleine Feierstunde wurde durch Jörg Waßmann, Wehrführer der Einheit Maroth, eröffnet, der mit einem lachenden und einem weinenden Auge, die Gäste begrüßte. Lachend darum, weil durch das neue TSF-W (Tragkraftspritzspritzenfahrzeug mit Wasser) die Einsatzmöglichkeiten für die Feuerwehr Marot deutlich erhöht werden. Mit einem weinenden Auge erklärte Jörg Waßmann, dass er zum 30. September 2026 sein Amt als Wehrführer der FW Maroth in andere Hände legen wird.
Das TSF-W gab es nicht geschenkt
Oliver Götsch, Bürgermeister der VG Selters, stand kaum geschützt, im strömenden Regen und gab zunächst einige nüchterne Zahlen zu dem neuen TSF-W bekannt. Das TSF-W ist auf der Basis eines IVECO Daily mit 175 PS gebaut worden. Es verfügt über einen Löschwasservorrat von 750 Litern, zur Ausstattung gehören ein Lichtmast eine Tragkraftspritze und Atemschutzgeräte und bietet Platz für sechs Einsatzkräfte.
Die Gesamtkosten für die Beschaffung des TSF-W betrug etwa 165.000 Euro, die sich folgendermaßen zusammensetzen: 60.000 Euro für das Fahrgestell; 75.000 Euro für den Aufbau; 25.000 Euro für die Beladung und 5.000 Euro für die Funktechnik. Götsch bedankte sich ausdrücklich beim Rheinland-Pfalz, dass die Anschaffung des TSF-W mit 41.000 Euro förderte. Der Bürgermeister dankte auch dem Förderverein der FW Maroth. In seinem Dank bezog Götsch auch die Mitglieder des Verbandsgemeinderates ein, die die notwendigen Haushaltsmittel bereitstellten, der Wehrleitung der VG und den Mitarbeitern der Verbandsgemeinde Selters, die den Erwerb des TSF-W fachlich begleiteten.
Verabschiedung von Jörg Waßmann und Einweihung des TSF-W
Im Anschluss nahm Oliver Götsch die offizielle Verabschiedung von Wehrführer Jörg Wassmann vor. Gütsch fasste kurz die Vita von Jörg Waßmann zusammen, der am 1. Januar 1986 in die Feuerwehr eintrat und ihr damit über 40 Jahre angehörte. Insgesamt hat er 18 Jahre und sechs Monate als Wehrführer die Feuerwehr Maroth geleitet. Der Einsatz von Waßmann für den Feuerwehrnachwuchs fand besondere Anerkennung, denn damit ist gewährleistet, dass die Feuerwehren auch in Zukunft einsatzfähig bleiben. Wörtlich führte Götsch aus: “Jörg, du hinterlässt nicht nur Daten in deiner Feuerwehrchronik, du hast Kameraden der Feuerwehr ausgebildet, junge Menschen begleitet und die Entwicklung der Einheit Maroth über Jahrzehnte mitgeprägt. Im Namen der VG Selters, des VG-Rates und der Wehrleitung der VG Selters spreche ich dir Dank und Anerkennung für deinen langjährigen Dienst für die Allgemeinheit und für deine Verlässlichkeit sowie ganz besonders für deine Arbeit mit dem Nachwuchs aus“ Dann erhielt Jörg Waßmann aus den Händen des Bürgermeisters, unter dem Beifall der Anwesenden, die Dankes- und Entlassungsurkunde.
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Anschließend übergab Götsch offiziell das neue TSF-W an die Einheit Maroth, verbunden mit dem Wunsch, dass das es bei Einsätzen die Feuerwehrkameraden zuverlässig unterstützt, und die Einsatzkräfte gesund zu ihren Familien zurückkehren. “Gott zur Ehr, dem Nächste zur Wehr.“
Zuletzt folgten Grußadressen von Nicki Ahlborb, Wehrleiter der VG Selters, Thomas Kroth vom Kreisfeuerwehrverband des Westerwalds, Ortsbürgermeister Gerhard Willms und Marc Holl vom Förderverein der FW Maroth.
Auch göttlicher Segen wurde vor Ort gespendet
Pfarrerin Gisella Loyola und Pastoralreferenz Andreas Kratz baten in ihren Gebeten, um gesunde Rückkehr der Einsatzkräfte und segneten anschließend das neue TSF-W.
Mit großer Freude wurde von den Anwesenden zur Kenntnis genommen, dass Tobias Haubrich, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) des Westerwaldkreises, ebenfalls zur Einweihung des neuen TSF-W erschienen war. Wolfgang Rabsch
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