Werbung

Nachricht vom 21.09.2026    

Gericht stoppt geplanten Wolfabschuss im Westerwald

Das Verwaltungsgericht Koblenz hat eine Abschussgenehmigung für den Wolf GW2478m aus dem Greifensteiner Rudel vorerst gestoppt. Die Naturschutzinitiative hatte zuvor Widerspruch eingelegt und einen Eilantrag gestellt.

Symbolfoto: Wolfgang Tischler

Koblenz. Am 13. September 2026 erteilte der Landkreis Westerwald die Genehmigung, den Wolf GW2478m zu schießen, da dieser in den vergangenen fünf Monaten mindestens sechsmal eingezäunte Schafe gerissen haben soll. Die Naturschutzinitiative e. V. legte gegen diesen Beschluss Widerspruch ein und stellte am 18. September 2026 einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Koblenz, um den Abschuss zu verhindern.

Am 21. September 2026 entschied das Gericht mit einer Zwischenverfügung, die Abschussgenehmigung vorläufig auszusetzen. "Eine Zwischenregelung zur Gewährleistung des durch Art. 19 Abs. 4 GG gebotenen effektiven Rechtsschutzes ist angezeigt, wenn in der Zeit bis zur gerichtlichen Entscheidung über einen Eilantrag nach § 80 Abs. 5 Satz 1 VwGO vollendete Tatsachen geschaffen würden, die in rechtswidriger Weise irreversibel Rechte beeinträchtigen könnten, auf die sich der Betroffene berufen kann; weitere Voraussetzung ist, dass der Eilantrag nicht von vornherein aussichtslos ist", erklärte das Verwaltungsgericht.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Kita - Assistenz (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
51598 Friesenhagen

Hauswirtschaftskraft (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

pädagogische Fachkraft als Nachtwache (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Aushilfe im Gruppendienst auf geringfügiger Basis (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Mittelhof

Landwirtschaftlicher Helfer (m/w/d)

Herpter Hof
57610 Gieleroth

Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Die Naturschutzinitiative kritisiert die unzureichende Höhe der verwendeten Zäune von 0,90 bis 1,10 Metern. Laut Gabriele Neumann, bundesweite Projektleiterin Großkarnivoren der NI, seien Zäune von mindestens 1,20 Meter erforderlich. Nach jedem Tierriss müssten diese überprüft und gegebenenfalls auf bis zu 1,45 Meter erhöht werden, wie es der Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Magdeburg vom 21. Januar 2026 vorsieht. Schutzmaßnahmen könnten zudem kombiniert werden, etwa durch den Einsatz von Ställen oder Herdenschutzhunden, die in Rheinland-Pfalz gefördert werden.

Neumann äußerte zudem Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen eines Abschusses auf die Wolfspopulation im Westerwald. Sie bezeichnete die angewandte Vorschrift § 22d Absatz 3 BJagdG als EU-rechtswidrig, da sie die FFH-Richtlinie nicht vollständig umsetze. Es sei wichtig, das neue Wolfsjagdrecht auf seine korrekte Umsetzung in nationales Recht überprüfen zu lassen. PM/Red


Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Nachwuchsbands rocken das Werner-Heisenberg-Gymnasium

Am 10. September verwandelte sich das Werner-Heisenberg-Gymnasium in Neuwied in eine lebendige Konzertbühne. ...

Woche der Wiederbelebung: Erste-Hilfe-Schule lädt zur Aktion in Neuwied ein

In der Woche der Wiederbelebung vom 21. bis 27. September 2026 bietet die LISOcademy eine besondere Aktion ...

Verkehrskontrollen in Neuwied: Viele Kinder unsicher unterwegs

Am Montag (21. September) führte die Polizeiinspektion Neuwied Verkehrskontrollen an Schulen in Niederbieber ...

Unfall mit Gabelstapler in Neuwieder Fußgängerzone

Am Sonntag (20. September) ereignete sich ein Verkehrsunfall in der Fußgängerzone von Neuwied. Ein Gabelstapler ...

Verkehrsunfall auf der B413 zwischen Bendorf und Isenburg führt zu Vollsperrung

Am Sonntagabend (20. September) ereignete sich auf der B413 zwischen Bendorf und Isenburg ein Verkehrsunfall, ...

Das neue Zentrum für Kultur und Gesellschaft: Willkommen im "Deichherz" Neuwied

Es ist ein Meilenstein für das gesellschaftliche und kulturelle Leben in der Deichstadt: Am Sonntag, ...

Weitere Artikel


Waldbreitbachs Weihnachtsdorf: Ein Verein für Tradition und Innovation

Seit seiner Gründung im Jahr 2022 setzt sich der Weihnachtsdorf Waldbreitbach e. V. mit viel Engagement ...

Nachwuchsbands rocken das Werner-Heisenberg-Gymnasium

Am 10. September verwandelte sich das Werner-Heisenberg-Gymnasium in Neuwied in eine lebendige Konzertbühne. ...

Woche der Wiederbelebung: Erste-Hilfe-Schule lädt zur Aktion in Neuwied ein

In der Woche der Wiederbelebung vom 21. bis 27. September 2026 bietet die LISOcademy eine besondere Aktion ...

Protest in Neuwied: Beschäftigte fordern Zukunftssicherung in der Automobilindustrie

Am 21. September fanden bundesweit Protestaktionen an verschiedenen Automobilstandorten statt. Auch in ...

Tanz auf dem Vulkan: Die 20er Jahre erstrahlen im Westerwälder Literatursommer

Wie vielfältig und packend das Thema des diesjährigen Westerwälder Literatursommers „Die goldenen 20er ...

Werbung