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Pressemitteilung vom 25.08.2026    

Neuwied plant umfassende Neuausrichtung des Quartiersmanagements

Die Stadt Neuwied hat ehrgeizige Pläne für ihr Quartiersmanagement. Ab 2027 soll das bestehende Konzept nicht nur fortgeführt, sondern auch erheblich erweitert werden. Ein neues Quartier namens "Mitte" soll dabei eine zentrale Rolle spielen.

Familien- und Begegnungsfest des Quartiersmanagement südöstliche Innenstadt. (Foto: Stadt Neuwied / Alexandra Heinz)

Neuwied. Die Stadt Neuwied plant ab 2027 eine umfassende Neuausrichtung ihres Quartiersmanagements. Die bestehenden Einrichtungen in der südöstlichen Innenstadt und im Raiffeisenring sollen nicht nur fortgeführt, sondern ihre Gebiete vergrößert und künftig beide in kommunaler Trägerschaft betrieben werden. Zusätzlich ist die Schaffung eines dritten Quartiersmanagements für den Bereich "Mitte" vorgesehen, um den bislang nicht abgedeckten Bereich zwischen den beiden bestehenden Quartieren zu betreuen. Der Stadtrat wird abschließend über diese Neuausrichtung entscheiden.

Bürgermeister Peter Jung betont: "Quartiersmanagement bedeutet für mich vor allem, nah bei den Menschen zu sein. Wir haben erlebt, was entstehen kann, wenn es vor Ort feste Ansprechpartner gibt, Menschen miteinander ins Gespräch kommen und gute Ideen aus den Quartieren unterstützt werden. Diese erfolgreiche Arbeit wollen wir sichern und gleichzeitig auf weitere Bereiche unserer Stadt übertragen."

Eine sozialräumliche Analyse bildet die Grundlage für die Neuausrichtung. Sie zeigt, dass die höchsten Belastungswerte im Neuwieder Stadtgebiet auf Bereiche der Innenstadt und Heddesdorfs konzentriert sind. Gleichzeitig verfügen gerade diese Quartiere über zahlreiche Einrichtungen, gewachsene Netzwerke und ein hohes Maß an Engagement.

In der südöstlichen Innenstadt ist das Quartiersmanagement bereits seit 2010 aktiv und hat dort unter anderem Beteiligungsprojekte, Deutschkurse sowie Angebote für Kinder und Senioren unterstützt. Auch das seit 2020 bestehende Quartiersmanagement im Raiffeisenring hat sich zu einer wichtigen Anlaufstelle entwickelt. Dort entstanden zahlreiche Projekte und Veranstaltungen, wie der Orientalische Markt, ein Reparatur-Café und ein Kinder- und Jugendtreff.



Zukünftig sollen beide Quartiere größer gefasst werden und jeweils mit 1,5 Vollzeitstellen ausgestattet sein. Das neue Quartier "Mitte" umfasst das Gebiet zwischen den bestehenden Quartieren bis zum Rhein, Schlosspark und zur Bahnlinie. Hier liegt der Schwerpunkt auf Koordination, Netzwerkarbeit und einer Anlaufstelle für die Bewohner. Dafür ist zunächst eine halbe Stelle vorgesehen.

Alle drei Quartiersmanagements sollen künftig unter dem Dach der Stadt arbeiten. Während die südöstliche Innenstadt bereits kommunal organisiert ist, wird das Quartiersmanagement im Raiffeisenring derzeit vom Diakonischen Werk getragen. Von der einheitlichen kommunalen Trägerschaft verspricht sich die Stadt einen engeren Austausch innerhalb der Verwaltung, Synergien zwischen den Quartieren und eine bessere Verzahnung etwa mit den Familiengrundschulzentren. "Jedes Viertel hat andere Stärken und andere Herausforderungen. Deshalb wollen wir nicht überall dasselbe Konzept umsetzen, sondern gemeinsam mit den Menschen vor Ort schauen, was gebraucht wird", erklärt Bürgermeister Jung und hebt hervor, dass die Quartiere von einer stärkeren Zusammenarbeit profitieren können. (PM/KI/Red)


Lokales: Neuwied & Umgebung
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