Pressemitteilung vom 17.08.2026 
Unternehmen im Landkreis Neuwied fordern schnellere Entscheidungen von der Landespolitik
Vertreter der IHK-Regionalgeschäftsstelle Neuwied trafen sich mit dem neuen CDU-Landtagsabgeordneten Jürgen Schmied. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die wirtschaftlichen Erwartungen an die neue Landesregierung und wichtige Infrastrukturprojekte.
Neuwied. Die IHK-Regionalgeschäftsstelle Neuwied begrüßte den neuen CDU-Landtagsabgeordneten Jürgen Schmied zu einem politischen Austausch. Gemeinsam mit IHK-Beiratsmitglied Klaus Berthold, Inhaber und Geschäftsführer der HB Protective Wear aus Thalhausen, Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz, sowie Kristina Kutting, IHK-Regionalgeschäftsführerin Altenkirchen und Neuwied, diskutierten sie über die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis Neuwied, die Erwartungen der regionalen Wirtschaft an die neue Landesregierung sowie zentrale Infrastrukturprojekte.
Die IHK präsentierte die Ergebnisse der Konjunkturumfrage für den Frühsommer 2026 für den Landkreis Neuwied. Mit rund 12.200 Mitgliedsunternehmen und einem breiten Branchenmix zählt der Landkreis zu den wirtschaftsstarken Regionen in Rheinland-Pfalz. Die Umfrage zeigt jedoch eine eingetrübte wirtschaftliche Stimmung: 77 Prozent der Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend, doch der Ausblick auf die kommenden zwölf Monate ist zurückhaltend.
Bürokratie belastet Betriebe
Vor diesem Hintergrund formulierte die IHK ihre Erwartungen an die neue Landesregierung. Im Fokus stehen schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, Bürokratieabbau, wettbewerbsfähige Energiepreise und eine leistungsfähige Infrastruktur. "Die Unternehmen im Landkreis Neuwied verfügen über eine starke industrielle Basis und hohe Innovationskraft. Gleichzeitig belasten hohe Kosten, komplexe Vorgaben und langwierige Verfahren viele Betriebe. Die Landespolitik muss jetzt die Rahmenbedingungen verbessern, damit Unternehmen investieren, Arbeitsplätze sichern und ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten können", sagte Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz.
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Klaus Berthold verdeutlichte die Belastung durch zusätzliche Regulierung am Beispiel der neuen europäischen Verpackungsverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation - PPWR). Die damit verbundenen Dokumentations- und Nachweispflichten stellen insbesondere mittelständische Unternehmen vor Herausforderungen. "Das Ziel, Ressourcen zu schonen, ist richtig. Die Umsetzung neuer Regelungen muss jedoch stärker an der Praxis der Unternehmen ausgerichtet werden. Zusätzliche Bürokratie bindet Zeit und Ressourcen, die dann für Innovationen, Investitionen und Fachkräftesicherung fehlen", sagte Berthold.
IHK fordert zügigen Bau der Ortsumgehung bei Straßenhaus
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die geplante Ortsumgehung der B256 in Straßenhaus. Da Jürgen Schmied Mitglied des Ausschusses für Verkehr und Mobilität des Landtags ist, erneuerte die IHK ihre Forderung nach einer zügigen Umsetzung des Projekts. "Die Ortsumgehung ist ein wichtiger Baustein für die Standortqualität im Raum Neuwied. Sie verbessert die Erreichbarkeit für Unternehmen und Beschäftigte und entlastet eine wichtige Verkehrsachse zwischen Neuwied und der A3. Entscheidend ist, dass die Planungen nun konsequent vorangetrieben werden", betonte Kristina Kutting.
Jürgen Schmied zeigte sich interessiert an den Einschätzungen der regionalen Wirtschaft und sagte zu, die angesprochenen Themen in seine parlamentarische Arbeit mitzunehmen. Beide Seiten vereinbarten, den Austausch über die wirtschaftlichen Herausforderungen und die Entwicklung des Standorts Neuwied fortzusetzen. (PM/Red)
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