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Pressemitteilung vom 17.08.2026    

IG BAU Koblenz-Bad Kreuznach: Junge Menschen sollen Mut zum "Ausbildungs-Kick" haben

60 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren im Westerwaldkreis haben keinen Berufsabschluss. Doch viele Ausbildungsplätze sind noch unbesetzt. Es ist nie zu spät: Wer jetzt noch eine Berufsausbildung sucht, hat gute Chancen.

Viele Ausbildungsplätze sind noch unbesetzt. (Foto: IG Bau Koblenz)

Koblenz. Insgesamt bieten die Betriebe im Westerwaldkreis noch 513 Ausbildungsplätze, die Betriebe im Kreis Altenkirchen bieten noch 251 Ausbildungsplätze und im Kreis Neuwied gibt es noch 441 Ausbildungsplätze. Darunter allein 90 im Baugewerbe. Und wer einen der höchsten Jobs in einem der Kreise machen möchte: Dachdeckerbetriebe suchen noch 22 Azubis. Außerdem haben noch zehn Jugendliche die Chance, eine Ausbildung zum Maler und Lackierer zu machen.

Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hingewiesen. Die IG BAU KoblenzBad Kreuznach beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen der Arbeitsagentur. Das Spektrum der freien Ausbildungsplätze sei breit. "Wichtig ist, sich einen Ruck zu geben und jetzt einen Ausbildungsbetrieb zu suchen. Denn mit einer Ausbildung in der Tasche sind die Jobs, die man ein Berufsleben lang macht, in der Regel sicherer und vor allem auch deutlich besser bezahlt“, sagt Dirk Wiechert. Der Vorsitzende der IG BAU Koblenz-Bad Kreuznach rät allen ohne Berufsausbildung, sich "doch noch den 'Ausbildungs-Kick' zu geben".

Immerhin haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Rheinland-Pfalz rund 128.000 junge Erwachsene im Alter von 20 bis 34 Jahren keine abgeschlossene Berufsausbildung und keinen Ausbildungsplatz. Und 60 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren im Westerwaldkreis haben nach Angaben der Arbeitsagentur keinen Berufsabschluss. Gerade ihnen rät die IG BAU Koblenz-Bad Kreuznach, sich noch einmal auf dem Ausbildungsmarkt umzusehen. "Jetzt im August und September starten die Ausbildungen. Aber selbst im Oktober stellen Ausbildungsbetriebe noch ein", so Dirk Wiechert.



Die IG BAU Koblenz-Bad Kreuznach rät Interessierten, eine Berufsberatung zu nutzen. Eine gute Adresse, um sich zu orientieren, sei dabei die Jugendberufsagentur (JBA): www.servicestelle-jba.de. Außerdem seien auch bei der Arbeitsagentur gute Tipps zu bekommen – vor Ort oder digital: www.arbeitsagentur.de/bildung. Das direkte Beratungsgespräch lohne sich immer, so die Gewerkschaft. "Außerdem gilt: Mutig auf die Betriebe zugehen. Wer direkt nachfragt, holt oft auch etwas für sich heraus – ein Praktikum, vielleicht abe auch einen Ausbildungsplatz. Wichtig ist, dabei Firmen auszusuchen, die fair ausbilden und bezahlen. Unternehmen also, bei denen es auch einen Tarifvertrag gibt", rät Wiechert. Wer einen Ausbildungsplatz suche, für den zähle vor allem der Beruf. Aber auch die Ausbildungsqualität und die Perspektiven, die der Betrieb nach der Ausbildung biete, seien wichtig. (PM/Red)


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