Musikvereine in Rheinland-Pfalz setzen Zeichen für Demokratie
Der Landesmusikverband Rheinland-Pfalz unterstützt die Initiative "Demokratie sowieso!" des Deutschen Musikrats. Präsident Achim Hallerbach ruft alle Musikschaffenden im Land dazu auf, sich aktiv zu beteiligen und ein Zeichen für Vielfalt und Kunstfreiheit zu setzen.
Neuwied-Engers. Am 14. August 2026 erklärte der Landesmusikverband Rheinland-Pfalz (LMV RLP) seine Unterstützung für die bundesweite Initiative "Demokratie sowieso!" des Deutschen Musikrats. Diese Kampagne setzt sich für kulturelle Vielfalt, Kunstfreiheit und eine offene Gesellschaft ein. LMV-Präsident Achim Hallerbach fordert die Musikvereine und Spielmannszüge sowie alle Musikschaffenden in Rheinland-Pfalz auf, sich dieser Botschaft anzuschließen.
"Demokratie ist für uns keine abstrakte Idee. Sie wird jeden Tag dort gelebt, wo Menschen einander zuhören, Verantwortung übernehmen, unterschiedliche Stimmen respektieren und gemeinsam etwas gestalten. Genau das geschieht in unseren Musikvereinen in Rheinland-Pfalz", erklärt Achim Hallerbach.
Die Initiative "Demokratie sowieso!" wurde am 10. August vom Deutschen Musikrat ins Leben gerufen, anlässlich der bevorstehenden Landtagswahlen im September 2026 in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Ziel ist es, auf die zunehmenden Angriffe radikaler Kräfte auf Kunstfreiheit, Vielfalt und demokratische Grundwerte aufmerksam zu machen. Die Initiative soll bis Anfang Oktober laufen und zielt darauf ab, Bewusstsein zu schaffen, zu mobilisieren und Solidarität mit Musikschaffenden, Kultureinrichtungen und zivilgesellschaftlich Engagierten zu zeigen.
Für Hallerbach reicht die Bedeutung der Initiative weit über die drei Wahlregionen hinaus: "Wenn Freiheit, Vielfalt und respektvolles Miteinander irgendwo unter Druck geraten, betrifft das uns alle. Auch Rheinland-Pfalz muss klar und verlässlich für die Grundlagen unserer offenen Gesellschaft einstehen."
Der LMV RLP vertritt 18 Kreismusikverbände mit rund 750 Vereinen, etwa 30.000 Aktiven und über 43.000 fördernden Mitgliedern. Diese Vereine bringen in Städten und ländlichen Regionen Menschen verschiedener Generationen, Lebenswege und Überzeugungen zusammen. Bei Proben, Auftritten, in der Jugendarbeit und im Ehrenamt erleben sie, dass gemeinsames Handeln nur mit Zuhören, Verlässlichkeit, Fairness und gegenseitigem Respekt gelingt.
"In einem Orchester kann keine Stimme allein das Ganze tragen. Erst das Zusammenspiel schafft Musik. Darin liegt ein starkes Bild für unsere Demokratie: Unterschiedlichkeit ist keine Schwäche, sondern die Voraussetzung für ein lebendiges und tragfähiges Miteinander", betont Hallerbach.
Der Landesmusikverband ermutigt seine Mitgliedsvereine, die kostenfreien Motive, Plakate, Postkarten, Sticker und digitalen Vorlagen der Initiative zu nutzen, eigene Beiträge zu veröffentlichen und das Thema in die Vereinsarbeit zu integrieren. Das Engagement ist überparteilich und eindeutig in der Haltung: für Menschenwürde, Freiheit, Vielfalt und eine demokratische Kultur. Red
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