Mehr Professorinnen an rheinland-pfälzischen Hochschulen: Ein Blick auf die Entwicklungen
In den letzten zehn Jahren hat sich der Anteil von Professorinnen an den Hochschulen in Rheinland-Pfalz merklich erhöht. Doch trotz dieses Fortschritts bestehen weiterhin deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern.
Bad Ems. An den Hochschulen in Rheinland-Pfalz sind heute deutlich mehr Professorinnen tätig als noch vor einem Jahrzehnt. Laut Statistischem Landesamt in Bad Ems stieg die Zahl der mit Frauen besetzten Professuren seit 2015 um rund 53 Prozent. Von den etwa 2.200 Professorinnen und Professoren im Jahr 2025 waren etwa 650 Frauen, was einem Anteil von 29 Prozent entspricht. Trotz des Anstiegs bleibt das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern bestehen, da die Zahl der männlichen Professoren mit etwa 1.600 landesweit immer noch zweieinhalbmal höher ist als die der weiblichen.
"Obwohl bei den Männern rund 18 Prozent des wissenschaftlichen Personals Inhaber einer Professur oder eines Lehrstuhls waren, hatten weniger als zehn Prozent der Wissenschaftlerinnen die Stellung einer Professorin", so die Statistiker.
Im Durchschnitt betreut jede Professorin oder jeder Professor 47 Studierende. Die besten Betreuungsverhältnisse finden sich an kleineren Hochschulen wie der Theologischen Fakultät Trier (1:9) oder der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer (1:16). Im Gegensatz dazu verzeichnen die Universitäten Koblenz (1:93), Trier (1:61) und die Vinzenz Pallotti University gGmbH Vallendar (1:58) vergleichsweise hohe Studierendenzahlen je Professur.
Im Jahr 2025 hatten rund 2.400 der 15.600 wissenschaftlich Beschäftigten in Rheinland-Pfalz eine ausländische Staatsangehörigkeit. Die meisten dieser internationalen Wissenschaftler stammen aus Indien (295), Italien (160), Iran (155) und China (135), wie das Statistische Landesamt weiter mitteilte. (dpa/bearbeitet durch Red)
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