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Nachricht vom 11.08.2026    

Hitzewellen und Wassermangel: Bedrohung für den Wald

Von Förster Frank Krause

Das Jahr 2026 könnte sich als weiteres extremes Trockenjahr entpuppen. Bereits jetzt haben vier große Hitzewellen die Region heimgesucht, während der dringend benötigte Regen ausbleibt. Welche Konsequenzen hat dies für die heimischen Wälder?

Die Blattverfärbung hat in diesem Sommer früh eingesetzt. Die Blätter an manchen Bäumen sind schier verbrannt. Fotos: Frank Krause

Rengsdorf. Zu Beginn des Jahres war die Bodenfeuchtigkeit in der Region noch ausreichend. Der vergangene Winter brachte zwar wenig Schnee, doch regelmäßige Niederschläge sorgten bis Juni für eine gute Wasserversorgung der Pflanzen. Seit Juli jedoch fehlt es an Regen, und die Hitzeperioden trocknen den Oberboden stark aus, wodurch die Waldbrandgefahr deutlich steigt.

Die Trockenheit schwächt die Bäume, erhöht ihre Anfälligkeit für Schädlinge und beeinträchtigt ihr Wachstum. Einige Baumarten reagieren mit frühem Abwerfen von Blättern oder Zweigen, um den Wasserverlust zu begrenzen. Besonders Birken sind betroffen und zeigen bereits braune Kronen. Auch die Wurzeln leiden unter dem Wassermangel, was die Standfestigkeit der Bäume bei Stürmen gefährdet.

Heftige Gewitterregen können das Problem nicht lösen, da der ausgetrocknete Boden das Wasser nicht aufnehmen kann und es oberflächlich abfließt. Wissenschaftler warnen, dass Europa sich schneller erwärmt als andere Kontinente, was weitere Hitzejahre wahrscheinlich macht.




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Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sollten bei Neuanpflanzungen standortgerechte Baumarten gewählt werden. Mischbestände mit verschiedenen Baumarten können den Bodenwasserspeicher besser nutzen. Jüngere Waldbestände sollten so erzogen werden, dass sie tiefreichende Wurzeln entwickeln, während ältere Bestände nicht zu stark durchforstet werden sollten.

Pflanzen tragen zur Kühlung des Waldes bei, indem sie Wasser verdunsten und Wolkenbildung fördern. Diese Wirkung lässt jedoch in langen Trockenphasen nach, was die Situation weiter verschärft.

Um die Eingangsfrage zu beantworten… 2026 ist bereits ein außerordentliches Trockenjahr mit etlichen europaweiten Hitzerekorden und nie dagewesenen niedrigen Wasserständen in den Flüssen! Die bisherigen Entwicklungen geben Anlass zur Sorge. Red


Mehr dazu:   Förster Frank Krause  
Lokales: Rengsdorf & Umgebung
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