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Nachricht vom 07.08.2026    

Heimatkennzeichen in Rheinland-Pfalz weiterhin gefragt

Seit der Wiedereinführung von Heimatkennzeichen im Jahr 2012 sind diese in Rheinland-Pfalz äußerst beliebt. Eine aktuelle Studie der Hochschule Heilbronn zeigt, dass viele Autofahrer in der Region ihre Verbundenheit durch spezielle Kfz-Kennzeichen ausdrücken.

Retro-Kennzeichen. Foto: -/dpa

Berlin/Kassel. In Rheinland-Pfalz nutzen mehr als 266.000 Fahrzeuge Heimatkennzeichen, die seit 2012 wieder zugelassen sind. Diese speziellen Kennzeichen sind für viele Menschen mehr als nur ein Stück Blech - sie symbolisieren ein Stück Heimat. Die Hochschule Heilbronn hat ermittelt, dass besonders die Kennzeichen MY für Mayen mit 96.217 Zulassungen, BIN für Bingen am Rhein mit 34.733 und BKD für Bernkastel-Kues mit 28.795 sehr gefragt sind. Auch Kennzeichen wie PRÜ für Prüm, DIZ für Diez und ROK für Rockenhausen wurden tausendfach ausgegeben.

Bundesweit sind fast 7 Millionen Fahrzeuge mit den 336 reaktivierten Heimatkennzeichen ausgestattet. Besonders häufig ist das MO für Moers mit über 128.000 Fällen. Im bundesweiten Vergleich belegt MY für Mayen Platz drei. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 59 Millionen zugelassene Fahrzeuge mit etwa 800 verschiedenen Ortskürzeln.

Heimatgefühl am Auto
Studienautor Ralf Bochert erklärt, dass die wiederbelebten Nummernschilder bei vielen Bürgern Heimatgefühle wecken. ?Gerade über das Autokennzeichen und die damit verbundene Individualität ist ein Identitätsbezug gegeben, der vielen Menschen wichtig ist?, sagt Bochert.




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Der Bundesrat plant, die Regelungen noch weiter zu lockern, sodass auch kleinere Kommunen mit mindestens 20.000 Einwohnern eigene Kennzeichen ausgeben können. Dies wurde auf Antrag Hessens und Niedersachsens beschlossen und an die Bundesregierung zur Umsetzung weitergegeben. Ein genauer Zeitplan steht jedoch noch nicht fest.

Kein eigener Zulassungsbezirk mehr notwendig
Bisher konnten vor allem alte, durch Gebietsreformen weggefallene Kennzeichen wieder eingeführt werden. Hierbei war es erforderlich, einen neuen, selbstständigen Kfz-Zulassungsbezirk zu gründen. Diese Einschränkung soll nach den Vorstellungen der Länder künftig entfallen. Die Hochschule stützt ihre Studie auf Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes und zeigt, dass die Wiedereinführung früherer Ortskennungen seit 2012 in vielen Regionen auf großes Interesse stößt. (dpa/bearbeitet durch Red)


Mehr dazu:   Gesellschaft  
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