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Nachricht vom 06.08.2026    

RKI meldet alarmierende Hitzetoten-Zahlen für Rheinland-Pfalz

Der Sommer hat noch nicht sein Ende gefunden, doch bereits jetzt zeichnet sich eine erschreckende Entwicklung ab. Das Robert Koch-Institut (RKI) berichtet von einer deutlichen Zunahme der hitzebedingten Todesfälle in Rheinland-Pfalz.

Ältere Menschen leiden unter hohen Temperaturen (Foto: Christoph Reichwein/dpa)

Rheinland-Pfalz. Der Sommer ist noch nicht vorbei, doch schon jetzt verzeichnet das RKI in Rheinland-Pfalz nach Schätzungen mehr Hitzetote als in jedem Gesamtjahr seit 2016. Wie die aktuellen Zahlen einzuordnen sind. Im teils extrem heißen Sommer sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) allein in Rheinland-Pfalz bislang rund 1.500 Menschen an den Folgen von Hitze gestorben. Das sind schon jetzt weitaus mehr als in jedem Gesamtjahr seit 2016, was vor allem an einer extrem heißen Woche Ende Juni liegt.

Der bisherige Höchststand der vergangenen Jahre lag in Rheinland-Pfalz bei 630 Hitzetoten im ebenfalls extrem heißen Sommer 2018, wie aus Zahlen des RKI in Berlin hervorgeht. Der diesjährige Sommer ist allerdings noch nicht vorbei, die Temperaturen sind weiterhin hoch. In Rheinland-Pfalz leben gut 4,1 Millionen Menschen.

Bundesweit sind in diesem Jahr schätzungsweise rund 11.900 Menschen hitzebedingt gestorben, davon rund 9.600 allein in der Woche vom 22. bis 28. Juni, als die Temperaturen an einigen Tagen vielerorts um die 40 Grad Celsius gelegen hatten. Damit sind in diesem Jahr auch in ganz Deutschland bereits deutlich mehr Menschen wegen der Hitze gestorben als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. Die meisten Hitzetoten gab es zuvor 2018 mit geschätzt rund 9.000, heißt es im aktuellen RKI-Wochenbericht zur hitzebedingten Sterblichkeit.




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Auswirkungen erst jetzt sichtbar
Die Auswirkungen dieser besonders heißen Woche sowie der Folgewoche zeigten sich erst jetzt, schreibt das RKI. Das liege auch daran, dass Temperaturen in dieser Höhe bisher in Deutschland kaum oder gar nicht vorkamen. Zudem würden bundeslandspezifische Zahlen des Statistischen Bundesamtes erst mit einer Verzögerung von fünf Wochen berichtet.

Der aktuelle Bericht betrachtet insgesamt die Hitzetoten aus dem Zeitraum vom 6. April bis 26. Juli. Jede Woche werde auf einer neueren Datenbasis neu kalkuliert, sagte eine Sprecherin. Bei den Daten des RKI handelt es sich um Schätzungen auf Basis der Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes. Auch Daten von 52 Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes fließen in die Berechnung ein. Hitze ist vor allem für ältere Menschen gefährlich. Mit gut 6.000 wurden die meisten Todesfälle in der Altersgruppe von 85 Jahren oder älter verzeichnet. (dpa/bearbeitet durch Red)


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