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Pressemitteilung vom 23.07.2026    

Justizminister Martin verteidigt Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland

Die Diskussion um das Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland hat durch den Rücktritt von Jens Spahn neue Brisanz gewonnen. Der rheinland-pfälzische Justizminister Helmut Martin äußert sich klar zur Beibehaltung des Verbots.

(Foto: Andreas Arnold/dpa)

Mainz. In der Debatte über die Leihmutterschaft hat der neue rheinland-pfälzische Justizminister Helmut Martin seine Haltung deutlich gemacht und sich für die Beibehaltung des bestehenden Verbots ausgesprochen. "Bei mir überwiegen die Sorgen, was es bedeutet, wenn wir das liberalisieren oder freigeben", erklärte der CDU-Politiker im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. "Wenn wir einen Markt öffnen, dann wissen wir genau, was passiert. Und das finde ich einen schrecklichen Gedanken."

Martin betonte weiter: "Von meinem Menschenbild her muss ich sagen, ich tue mir schwer damit, den Eindruck zu erwecken, ein Kind wäre etwas Verfügbares und jeder hätte den Anspruch auf ein Kind." Er fügte hinzu: "Und von diesem Grundsatz abzuweichen und zu sagen: Ich will, und wenn ich nur genug Geld habe, kriege ich es auch, das wird meinem Verständnis vom Wert des Lebens und der Elternschaft nicht gerecht."

Der Minister zeigte Verständnis für Paare, die aus verschiedenen Gründen keine Kinder bekommen können, und erkannte deren seelische Nöte an. Dennoch sei eine politische Freigabe der Leihmutterschaft nicht seine Lösung für das Problem.




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Die Debatte um Leihmutterschaften wurde zuletzt angeheizt, nachdem Unionsfraktionschef Jens Spahn und sein Mann bekanntgegeben hatten, dass sie Eltern geworden sind - mithilfe einer Leihmutter in den USA. Dies umging das in Deutschland geltende Verbot, das Spahn selbst in der CDU unterstützt hatte. Diese Situation führte am Samstag zu Spahns Rücktritt als Unionsfraktionschef und löste innerhalb der Union Empörung aus.

"Für das Vorgehen von Jens Spahn habe ich nicht so viel Verständnis", kommentierte Martin. "Dass er sich - positiv gesprochen - die ganze Zeit bedeckt hält, um dann damit rauszukommen." Er räumte jedoch ein, dass es nachvollziehbare Entschuldigungsgründe gebe. "Das ist eine höchstpersönliche Entscheidung, und zwar nicht von Jens Spahn alleine. Es ist eine Ehe, da sind zwei dabei", sagte der Minister. Trotz dieser Umstände müsse jemand in Spahns Position bestimmten Erwartungen gerecht werden, die er nach Martins Empfinden nicht erfüllt habe. (dpa/bearbeitet durch Red)


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