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Pressemitteilung vom 02.07.2026    

Waldbrände in Rheinland-Pfalz: Herausforderungen und Lösungsansätze

In Rheinland-Pfalz sind Waldbrände eine komplexe Herausforderung. Die Bekämpfung erfordert spezifische Strategien, die von verschiedenen Faktoren abhängen.

Waldgebiet mit Munition in Rheinland-Pfalz brennt. (Foto: Kevin Schößler/dpa)

Rheinland-Pfalz. Nach Einschätzung eines rheinland-pfälzischen Experten sind Waldbrände schwer vergleichbar. Christian Schmidt von der auf Waldbrandbekämpfung spezialisierten Firma Euro-Waldbrand aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm erklärt: "Jeder Waldbrand, den man in Deutschland hat, ist unterschiedlich." Die Art der betroffenen Bäume spielt eine entscheidende Rolle. Brände in Mischwäldern wie im Kreis Bad Kreuznach nahe Traisen sind leichter zu bekämpfen als in reinen Nadelwäldern - es sei denn, es handelt sich um mit Munition belastete Flächen. "Der Vorteil in einem Mischwald ist, dass man sehr viel Feuchtigkeit im Wald und auch im Boden hat. Er brennt schwerer als ein Nadelwald, weil im Nadelwald viele ätherische Öle sind."

Bodenbeschaffenheit und Topografie sind ebenfalls wichtige Faktoren. Die Stärke der Humusschicht beeinflusst, wie tief sich das Feuer eingraben kann. Laut Schmidt können dies nur 5 Zentimeter oder bis zu 30 Zentimeter sein, oder das Feuer bleibt an der Oberfläche. Hohe Windgeschwindigkeiten und die Topografie erschweren die Löscharbeiten zusätzlich.

Das Löschen von Glutnestern, wie aktuell im Kreis Bad Kreuznach, ist besonders aufwendig. Mit Werkzeugen wie einer Pulaski-Axt oder einer Spatenschaufel wird der Boden Stück für Stück per Hand bearbeitet. Wasser aus einem Löschrucksack wird darüber gegossen. "Das ist im Endeffekt richtige Kleinstarbeit. Wenn man eine Riesenfläche hat, ist man da schon ein paar Tage im Gange", so Schmidt. Alternativ könne man Flächen über längere Zeit beregnen, doch die Glutnester müssen weiterhin manuell bearbeitet werden.



In munitionbelasteten Gebieten wie bei Traisen kann nicht mit Werkzeug gearbeitet werden. Hier kommen Beregnungssysteme zum Einsatz. Diese werden auf freigegebenen Wegen unter dem Schutz eines gepanzerten Fahrzeugs installiert. "Man muss darauf achten, dass man einen Landregen erzeugt", erklärt Schmidt. Eine Wasserabgabe von 25 Litern pro Minute erhöht die Luftfeuchtigkeit und lässt das Wasser langsam in den Boden eindringen. "Es darf nicht passieren, dass der Boden übersättigt, dann fließt sehr viel Wasser ab, das wir zur Waldbrandbekämpfung brauchen." (dpa/bearbeitet durch Red)


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