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Pressemitteilung vom 12.06.2026    

Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied begleitet Familie Siebke durch Risikoschwangerschaft

Eine Schwangerschaft verläuft zunächst ohne größere Komplikationen, bis die Blutwerte alarmierend fallen. Joline Siebke und ihr Mann Nicolas stehen vor einer unerwarteten Herausforderung, als ein geplanter Kaiserschnitt zur Rettung ihrer Familie wird.

Joline und Nicolas Siebke mit Sohn Levi (Foto: Joline Siebke/privat)

Neuwied. Alles begann mit einer gewöhnlichen Schwangerschaftsuntersuchung im November, bei der erstmals leicht erniedrigte Thrombozytenwerte bei Joline Siebke festgestellt wurden. Diese Blutplättchen sind entscheidend für die Blutgerinnung, und ein starker Abfall kann das Risiko gefährlicher Blutungen, insbesondere während der Geburt, erhöhen.

Nach der Entdeckung dieser Werte wurde J. Siebke engmaschig überwacht - zunächst alle zwei Wochen, später wöchentlich. "Die Werte sind langsam gesunken, deshalb wurde das entsprechend beobachtet", erinnert sich J. Siebke. Anfang des Jahres empfahl ihre Frauenärztin, sich frühzeitig in einem Krankenhaus vorzustellen. So stellten sich Joline und Nicolas Siebke im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied vor, wo weitere Untersuchungen durchgeführt wurden. Ein Autoimmuntest zeigte keine Auffälligkeiten, und zwischenzeitlich stabilisierten sich die Werte sogar leicht. "Wir dachten, vielleicht renkt sich alles bis zur Geburt wieder ein", so Joline.

Statt vorsorgliche Überwachung, Kaiserschnitt
Doch am ersten Tag ihres Mutterschutzes verschlechterten sich die Laborwerte drastisch. Mit einem Thrombozytenwert von nur noch rund 15.000 war das Blutungsrisiko erheblich gestiegen. Im Vergleich dazu liegt der Normalwert bei Erwachsenen zwischen 150.000 und 400.000 pro Mikroliter Blut. Ein sofortiger Kaiserschnitt war unumgänglich. "Als Prof. Berger zu uns kam, sagte er direkt, dass Eile geboten ist", erinnert sich J. Siebke. Nach einer umfassenden Aufklärung und Vorbereitung erfolgte der Eingriff unter Vollnarkose.

Die Zeit nach der Geburt
Während J. Siebke operiert wurde, wartete N. Siebke voller Sorge um seine Frau und das ungeborene Kind. Doch die Operation verlief erfolgreich. Levi, ihr Sohn, wurde am 13. Februar geboren, etwa sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Trotz seiner Frühgeburt hatte die Schwangerschafts-Thrombozytopenie der Mutter keine Auswirkungen auf ihn, jedoch benötigte er intensive Unterstützung durch das neonatologische Team des Klinikums.




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Fast vier Wochen verbrachte Levi im Krankenhaus, davon knapp drei Wochen auf der Intensivstation. "Der Anblick im Inkubator war nicht leicht", sagt J. Siebke, aber sie und N. Siebke wurden stets begleitet und aufgeklärt. Besonders die Betreuung und Unterstützung durch das Klinikpersonal sowie die Gespräche mit der Krankenhausseelsorge prägten diese Zeit.

Nach zwei Wochen konnte Levi selbstständig atmen und trinken. Als er von der Intensiv- auf die Normalstation verlegt wurde, wussten die Eltern, dass die kritischste Phase überstanden war. "Da hat sich ein Schalter umgelegt", sagt J. Siebke lächelnd. Wenige Tage später durften sie ihren Sohn endlich nach Hause bringen. Heute hat Levi die frühe Geburt vollständig aufgeholt.

Dankbarkeit bleibt
Für solche Situationen verfügt das Marienhaus Klinikum Neuwied-Waldbreitbach über ein Perinatalzentrum Level I. Die enge Zusammenarbeit von Geburtshilfe, Neonatologie, Anästhesie, Psychologie und Seelsorge ermöglicht eine umfassende Betreuung. Der erleichterte Familienvater betont die Bedeutung von Blutspenden und Joline ergänzt: "Man sollte seinem Bauchgefühl vertrauen und lieber einmal mehr nachfragen."

Am Ende bleibt für die Familie vor allem eines: Dankbarkeit. "Man kann nur tausendmal Danke sagen", sagt Nicolas. "An alle, die uns durch diese Zeit begleitet haben." (PM/Red)


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