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Pressemitteilung vom 22.04.2026    

Sicherheitsmaßnahmen in Zügen: Doppelbesetzung im Test

Nach einem tragischen Vorfall im Februar, bei dem ein Zugbegleiter tödlich verletzt wurde, testet DB Regio Mitte nun die Doppelbesetzung von Kundenbetreuern in Zügen. Erste Rückmeldungen zeigen positive Effekte.

Zugbegleiter stirbt nach Angriff bei Ticketkontrolle. (Foto: Patrick von Frankenberg/dpa)

Mainz. Rund zweieinhalb Monate nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in einem Regionalzug in der Westpfalz hat die Bahn begonnen, die Doppelbesetzung beim Personal zu testen. Seit dem 13. April sind Kundenbetreuer von DB Regio Mitte erstmals in zahlreichen Zügen zu zweit unterwegs, wie die Bahn mitteilte. Diese Maßnahme soll die Sicherheit in den Zügen erhöhen.

Für den Test wurden zunächst Strecken in Rheinland-Pfalz und angrenzenden Regionen ausgewählt. Nach der ersten Woche berichteten Mitarbeitende, dass sie durch das gemeinsame Auftreten kritische Situationen entschärfen und weitere Eskalationen verhindern konnten, so Silke Janser, Vorsitzende der Regionalleitung DB Regio Mitte. Dies zeige die schnelle Wirksamkeit der Doppelbesetzung.

Die Tests werden mit der aktuellen Anzahl an Kundenbetreuern durchgeführt. Das bedeutet, dass einige Züge mit zwei Betreuern besetzt sind, während auf anderen kein Personal an Bord ist. Die Besetzung rotiert, um eine gleichmäßige Verteilung über alle Züge und Linien zu gewährleisten. Wie lange der Testbetrieb dauert, steht noch nicht fest.




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Die doppelte Besetzung war ein großer Wunsch vieler DB-Beschäftigter. In Zukunft sollen auch andere Modelle, wie gemischte Teams aus Kundenbetreuung und Sicherheitspersonal oder Prüftrupps mit mehr Personen, getestet werden.

Anfang Februar wurde der Zugbegleiter Serkan Çalar in einem Regionalexpress von einem Fahrgast angegriffen und tödlich verletzt. Der Verdächtige, ein Grieche, sitzt wegen des Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft. Er soll den 36-jährigen Zugbegleiter am 2. Februar bei einer Ticketkontrolle in der Westpfalz schwer mit Faustschlägen gegen den Kopf attackiert haben, woraufhin dieser später an einer Hirnblutung starb. Der damals 26-jährige Angreifer hatte keinen Fahrschein und sollte des Zuges verwiesen werden - daraufhin kam es laut Polizei zum Angriff. Der Zug war von Landstuhl im Kreis Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz) nach Homburg unterwegs gewesen. (dpa/bearbeitet durch Red)


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