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Pressemitteilung vom 09.04.2026    

Landkreis Neuwied bleibt vorausschauend beim Umweltschutz

Kreis Neuwied präsentiert Integriertes Klimaanpassungskonzept – Schwerpunkte Gesundheit, Wasserhaushalt und biologische Vielfalt

Landkreis Neuwied bleibt vorausschauend beim Umweltschutz. (Foto: Kreisverwaltung Neuwied)

Kreis Neuwied. Der Landkreis Neuwied hat den wichtigsten Schritt zur Stärkung seiner Zukunfts- und Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels gemacht und das Integrierte Klimaanpassungskonzept mit einem einstimmigen Votum des Kreistags auf den Weg gebracht. Das circa 300 Seiten starke Werk bildet eine strategische Grundlage für den Landkreis Neuwied, um den Herausforderungen des Klimawandels wirksam zu begegnen.

"Der Klimawandel zeigt bereits heute spürbare Auswirkungen, auch hier bei uns im Kreis Neuwied. Mit dem Klimaanpassungskonzept schaffen wir eine verbindliche Grundlage, um Risiken frühzeitig zu erkennen, wirkungsvoll gegenzusteuern und unsere Bevölkerung bestmöglich zu schützen. Klimaanpassung wird damit zu einem festen Bestandteil des Verwaltungshandelns", betont Landrat Achim Hallerbach die Bedeutung des Programms.

Das Konzept wurde im Rahmen eines zweijährigen Bundesförderprojekts von der Kreisverwaltung erarbeitet und fachlich durch zahlreiche interne und externe Akteure begleitet. Der Schwerpunkt liegt auf drei Handlungsfeldern, die für den Landkreis besonders relevant sind: der menschlichem Gesundheit, dem Wasserhaushalt und der biologischen Vielfalt. "In allen Bereichen wurden umfangreiche Risikoanalysen durchgeführt, Teilziele definiert und darauf aufbauend Maßnahmen entwickelt, die künftig schrittweise umgesetzt werden. Grundlage hierfür bildeten detaillierte Daten- und Kartenauswertungen sowie erstmals breit gefächerte Beteiligungsrunden, an denen unter anderem Fachakteure aus der Kreisverwaltung, darunter etwa das Umweltreferat, das Gesundheitsamt und die Untere Landwirtschaftsbehörde, sowie weitere Behörden wie das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Forstämter, der Naturpark, Naturschutzvereine, Trinkwasserversorger und weitere Institutionen beteiligt waren", weiß Klimawandelanpassungsmanagerin Angelina Zahn zu berichten.

Durch diese umfassende Einbindung konnte sichergestellt werden, dass das Konzept, in dem die spezifischen Herausforderungen im Landkreis Neuwied präzise adressiert werden, fachlich fundiert ist und die Perspektiven der relevanten Akteursgruppen berücksichtigt.




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Einher ging die Vorstellung des Klimaanpassungskonzeptes mit der erfreulichen Mitteilung, dass die Anschlussförderung im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie bereits bewilligt wurde. "Damit kann eine befristete Personalstelle für weitere drei Jahre gesichert werden. Ergänzend kommen Mittel für Öffentlichkeitsarbeit und externe Dienstleistungen hinzu", stellt Klimaschutzmanagerin Janine Sieben fest. Insgesamt stehen 284.660,40 Euro zur Verfügung, der Eigenanteil des Landkreises beträgt über den Zeitraum hinweg 28.466,04 Euro.

"Mit der Anschlussförderung können wir sofort in die Umsetzung gehen. Besonders wichtig ist, dass Klimaanpassung nicht als einmaliges Projekt verstanden wird, sondern als dauerhafte Querschnittsaufgabe. Die Förderung erlaubt uns, die begonnenen Strukturen zu verstetigen und Maßnahmen gezielt weiterzuentwickeln", hebt Landrat Achim Hallerbach hervor.

Die Verwaltung beginnt nun schrittweise mit der Umsetzung der im Konzept festgelegten Maßnahmen. Dazu zählen Informationskampagnen zu Hitze, Starkregen und Trinkwasser, Projekte zur Verbesserung der Gewässerökologie sowie weitere Schritte zur Förderung der biologischen Vielfalt. Begleitend wird ein kontinuierliches Controlling aufgebaut, mit dem Fortschritte und Wirkungen regelmäßig überprüft und dokumentiert werden.
Ein zentrales Ergebnis des Konzepts ist die Empfehlung, Klimaanpassung langfristig als Querschnittsaufgabe in der Verwaltungsstruktur zu verankern. Dazu gehören klare Zuständigkeiten, etablierte Kommunikationswege und der Aufbau eines dauerhaften Informationsangebots für die Bevölkerung. Unterstützt durch zahlreiche interne und externe Fachakteure lag die federführende Ausarbeitung des Konzepts bei der Kreisverwaltung Neuwied. Die öffentliche Version des Konzeptes wird in Kürze digital zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen zum Thema sind über das Klimaschutzportal des Landkreis Neuwied erhältlich. https://kreis-neuwied.klimaschutzportal.rlp.de/portal/klimawandelanpassung. (PM)


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