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Pressemitteilung vom 17.03.2026    

Ein Farbstoff, der Leben schützt: Mehr Sicherheit bei Darmoperationen im Franziskus Krankenhaus Linz

Im Franziskus Krankenhaus Linz sorgt eine Technik für mehr Sicherheit bei Darmoperationen. Seit Anfang 2026 ist die Methode in allen neuen OP-Sälen verfügbar und bietet Vorteile für Patienten.

Chefarzt Dr. med. Christian Spell während einer Darmoperation mit ICG (Foto: Kerstin Güntzel)

Linz am Rhein. Im Franziskus Krankenhaus Linz sorgt eine Technik seit Jahren für mehr Sicherheit bei Darmoperationen – und seit Anfang 2026 steht sie erstmals in allen vier neuen OP-Sälen gleichzeitig zur Verfügung. Die Durchblutungsprüfung mit dem Farbstoff Indocyaningrün (ICG) hilft dem Operationsteam dabei, Darmnähte noch präziser und sicherer zu setzen. Davon profitieren Patientinnen und Patienten aus der gesamten Region.

Mehr Sicherheit im OP
Wenn bei einer Operation ein Stück Darm entfernt werden muss, steht für die Chirurgen eine entscheidende Frage im Mittelpunkt: Ist die neu entstehende Darmverbindung wirklich sicher? Diese Verbindung – die sogenannte Anastomose – muss gut durchblutet sein, damit sie zuverlässig heilen kann.

Früher: Sichtprüfung mit dem Skalpell
Bei offenen Operationen wurde die Durchblutung früher klassisch geprüft: Ein kleiner Schnitt ins angrenzende Fettgewebe zeigte, ob das Gewebe ausreichend blutet. Mit der heute üblichen minimalinvasiven Schlüssellochtechnik ist dieses Vorgehen jedoch nicht mehr praktikabel. Moderne Eingriffe benötigen moderne Lösungen.

Heute: Sicherheit durch grüne Fluoreszenz
Im Franziskus Krankenhaus Linz wird seit 2019 eine Technik eingesetzt, die genau diese Sicherheit bietet: die Durchblutungsprüfung mit dem Farbstoff Indocyaningrün (ICG). Während der Operation verabreicht die Anästhesieabteilung den Farbstoff, anschließend stellt das OP-Team die Kamera auf Fluoreszenzmodus um. Gut durchblutete Darmabschnitte leuchten dann grün auf, schlecht versorgte Bereiche bleiben dunkel. "So können wir die Darmnaht an der bestmöglichen Stelle setzen", erklärt Dr. Christian Spell, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie. "Das erhöht die Sicherheit für unsere Patienten deutlich."




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Seit 2026 in allen vier neuen OP-Sälen gleichzeitig verfügbar
Neu ist, dass das Verfahren seit Anfang 2026 in allen vier modernisierten OP-Sälen parallel genutzt werden kann. Damit steht die Technik nun bei jedem entsprechenden Eingriff zur Verfügung – unabhängig davon, in welchem Saal operiert wird. Für das Krankenhaus bedeutet das mehr Flexibilität in der Planung, für die Patienten ein deutliches Plus an Sicherheit.

Das Ergebnis: Sicherheit für Patienten
Die ICG-Technik reduziert das Risiko von Undichtigkeiten der Darmnaht auf ein Minimum. Gerade bei endoskopischen Eingriffen ist das ein großer Fortschritt. Gleichzeitig profitieren Patienten weiterhin von den Vorteilen der minimalinvasiven Chirurgie: weniger Schmerzen, kleinere Narben, geringeres Risiko für Verwachsungen und eine schnellere Erholung. Dr. Spell fasst zusammen: "Moderne Chirurgie heißt heute nicht nur schonend zu operieren, sondern Risiken frühzeitig sichtbar zu machen. Und manchmal hilft uns dabei sogar ein grünes Leuchten." (PM)


Mehr dazu:   Gesundheitsversorgung  
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