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Pressemitteilung vom 28.02.2026    

A48 bei Höhr-Grenzhausen gesperrt: Brücke abgerissen und Feuerwehren trainieren Gefahrgutunfall

VIDEO | Am Freitag (27. Februar) wurde die alte Brücke der L307 über der A48 entfernt. Die Vollsperrung der Autobahn bot nicht nur Raum für den Abbruch, sondern auch für eine besondere Übung.

Fotos: Uwe Schumann

Höhr-Grenzhausen. Wie angekündigt, ist die A48 zwischen dem Dreieck Dernbach und Bendorf/Neuwied seit Freitag (27. Februar) voll gesperrt. Die Kuriere berichteten. Grund hierfür ist der Rückbau der alten Brücke der L307, ein wichtiger Schritt im Rahmen des Ersatzneubaus durch die Autobahn GmbH des Bundes. Die Brücke ist inzwischen gefallen. Die Vollsperrung, die noch bis Montagmorgen, 2. März, gegen 5 Uhr, andauert, wird genutzt, um die Arbeiten zügig und sicher abzuwickeln. Der Verkehr wird in dieser Zeit weiträumig über die B49 und B42 umgeleitet.

Gefahrgutübung auf der A48
Die ungewöhnliche Ruhe auf der Autobahn am Samstag (28. Februar) wurde von der Feuerwehr für eine Übung genutzt. In der Zeit von etwa 10 Uhr bis 13 Uhr trainierten rund 100 Einsatzkräfte auf der gesperrten A48 den Ernstfall. Beteiligt waren die Feuerwehren der Stadt Ransbach-Baumbach, Dernbach sowie die Gefahrstoffzugteileinheiten aus Ransbach-Baumbach, Rennerod und Höhr-Grenzhausen. Unterstützt wurden sie von der Autobahnpolizei Montabaur mit zwei Fahrzeugen sowie einem Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes.



Ein angenommenes Szenario beinhaltete einen Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen und unterschiedlichen Gefahrgutlagen. Manuel Fromme, Teileinheitsführer der Gefahrstoffzugteileinheit aus Ransbach-Baumbach, erläuterte: "Wir haben angenommen einen Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen." Im vorderen Bereich befand sich ein Stückguttransporter mit 16 Packstücken, die als radioaktive Sendungen deklariert waren. Eines dieser Packstücke galt als beschädigt. Ziel war es, alle Gebinde eindeutig zu identifizieren und eine Gefährdung auszuschließen.

Unmittelbar dahinter stand ein Tanklastzug mit Dieselkraftstoff, bei dem Kraftstoff austrat und in ein Wasserschutzgebiet floss. "Da war die erste Einsatzmaßnahme das Auffangen des auslaufenden Kraftstoffes", erklärte Fromme. Parallel dazu wurde der noch vorhandene Kraftstoff in eine intakte Kammer umgepumpt.

Im rückwärtigen Bereich stand ein weiterer Sattelzug mit Essigsäure, bei dem ebenfalls Flüssigkeit austrat. Auch hier wurden Maßnahmen zur Sicherung getroffen. Während der Übung wurden die Maßnahmen regelmäßig überprüft und angepasst. "Alle Kräfte arbeiten Hand in Hand zusammen", betonte Fromme. Nach rund drei Stunden endete die Übung planmäßig. "Ich denke, dass die Übung einen sehr guten Abschluss findet", zog Fromme ein positives Fazit. (PM/Red)



Mehr dazu:   Blaulicht  
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