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Nachricht vom 29.11.2025    

Waldbreitbach im Lichtermeer: Christkind Selina eröffnet die Weihnachtssaison

Von Helmi Tischler-Venter

Am Freitagabend, dem 28. November begrüßte Bürgermeisterin Monika Kukla die Besucher in Waldbreitbach mit einem Gedicht von Theodor Storm. Ihren Dank richtete sie an die vielen helfenden Hände, die für ein heimeliges, wohliges Dorf sorgen. Mit dem Krippenweg solle das ganze Dorf erkundet werden. Der Kinderkrippenweg, an dem Schulen und Kita maßgeblich beteiligt waren, ist die neue Attraktion.

Fotos: Wolfgang Tischler

Waldbreitbach. Martin Lerbs, der Erste Vorsitzende des Weihnachtsdorf-Vereins freute sich, dass trotz des schlechten Wetters zahlreiche Menschen, auch Familien mit Kindern, erschienen waren. Er stellte das neue Christkind Selina vor, das offenbar einen guten Draht zum Himmel hat, denn der Regen hörte auf. Lerbs übergab das Mikrofon an Gästeführerin Ulrike Kesselheim, die zu allen Attraktionen Informationen liefern konnte. Der Musikverein Wiedklang, der den Fackelzug bis zum Ende begleitet, spielte traditionelle Weihnachtslieder und Kinder durften die Lichter per Fernbedienung zum Leuchten bringen.

An der ersten Station wurden die 10.000 LED-Lichter am 18 Meter hohen Zunftbaum mit Krippenszene aktiviert. Im Schmiddepark auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurde die Beleuchtung einer schönen Freiland-Naturwurzelkrippe, die seit 2012 hier ihren Platz hat, weil damals die Wurzelkrippe in der Pfarrkirche wegen Renovierungsarbeiten nicht aufgebaut werden konnte, eingeschaltet. Das Krippchen war noch leer, denn das Jesuskind kommt erst an Heiligabend hinein.

Unter Führung des Christkinds zog der Zug der Weihnachtsfreunde weiter zur acht Meter hohen Weihnachtspyramide, die 1997 als erstes Weihnachtssymbol neben der Kirchtreppe aufgestellt wurde. Sie ist den Pyramiden aus dem Erzgebirge nachempfunden und zeigt die Verbundenheit der Bergbauregion Westerwald mit der Bergbauregion Erzgebirge. Vier weitere Erzgebirgs-Symbole sind an der Treppe zur Kirche aufgestellt. Am Wunschbrunnen symbolisiert eine Geschenkepyramide die Erwartung der Kinder beim Weihnachtsfest.

Auf den Bergbau bezieht sich auch die Schwippbogen-Krippe in einer Vitrine. Die sogenannte „Ortskrippe“ ist mit handgeschnitzten Figuren aus Niederbayern ausgestattet. Um das nächste Weihnachtssymbol zu sehen, bewegten sich alle Menschen auf die andere Seite des Platzes. Nun war das Startsignal lautes Rufen: „Hallo, Martin!“ Daraufhin erstrahlte der Stolz der Gemeinde Waldbreitbach am Hang gegenüber, ein weithin sichtbarer „Stern von Bethlehem“ mit beeindruckenden Ausmaßen: Seit fast dreißig Jahren formt eine 3,5 Kilometer lange Lichterkette, die von fleißigen Helfern mit 3.500 Leuchtbirnen an 3,5 Meter hohen Stangen durch den Wald befestigt werden, einen Kometen mit einem Durchmesser von 60 Metern. Er kann erwandert werden.



Christkind und Gefolge marschierten zur Wied, wo der verantwortliche Krippenbaumeister Stefan „Charly“ Girnstein mit seinem Enkel Schaukästen mit Krippen zum Leuchten brachte. Sieben Schaukästen hat Girnstein selbst gebaut und mit unterschiedlichen Krippen-Arrangements bestückt. Ein kleines Stück flussauf gewährte ein Blick auf den Fluss einen großen Adventskranz, der das Warten auf Weihnachten verkürzt. Nur am Eröffnungstag leuchteten alle vier Kerzen. Am Sonntag wird traditionsgemäß nur eine der roten Kerzen leuchten. An jedem folgenden Adventssonntag kommt eine weitere Kerze hinzu. Lerbs und Kesselheim erinnerten an die Episode, wie vor einigen Jahren Weihnachtshochwasser den Kranz losriss und an Niederbreitbach vorbeitrieb, bis er an der Brücke von Datzeroth zerschellte. Der Kranz wurde danach vom Gewerbeverein wieder aufgebaut.

Der nächste Stopp auf der Wiedbrücke galt der viel fotografierten „Schwimmenden Krippe“ mit Weihnachtsbaum und wechselnder Beleuchtung. Diese Krippe mit 1,80 Meter hohen Figuren aus Holzplatten wurde zum 25. Bestehen des Weihnachtsdorfes errichtet. Der Weg führte weiter an der Wied in Richtung des Handwerksmuseums. Nachdem dort die Beleuchtung eines Adventskalenders eingeschaltet worden war, endete der Zug mit gemütlichem Beisammensein mit Glühwein und Döppekuchen.

Bis zum letzten Sonntag im Januar bleibt der stimmungsvolle Krippenweg im Weihnachtsdorf aufgebaut, kann täglich besucht werden und der Eintritt ist frei. Offene Führungen finden samstags und sonntags statt. Gruppenführungen können jederzeit gebucht werden. Am 2. und 3. Adventswochenende feiert Waldbreitbach Christkindchenmarkt mit regionalen Ausstellern. Bürgermeisterin Kukla wies darauf hin, dass das große Krippenmuseum wiedereröffnet ist. Das überregional bekannte Weihnachtsdorf Waldbreitbach ist auf viele Besucher vorbereitet. htv


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