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Pressemitteilung vom 01.07.2025    

Einheitliche Vergütungen im Tischlerhandwerk ab 1. Juli

Ab dem 1. Juli gelten im Tischlerhandwerk in Hessen und Rheinland-Pfalz erstmals allgemeinverbindliche tarifliche Mindestvergütungen für Auszubildende sowie ein einheitlicher Einstiegslohn. Diese Neuerung betrifft alle Betriebe, unabhängig von einer Mitgliedschaft in einer Innung oder Gewerkschaft.

Symbolbild (Quelle: Pixabay)

Wiesbaden/Mainz. Der Fachverband Leben Raum Gestaltung hat bekannt gegeben, dass im Tischlerhandwerk der Länder Hessen und Rheinland-Pfalz ab dem 1. Juli neue, allgemeinverbindliche tarifliche Regelungen für die Ausbildungsvergütung und den Einstiegslohn für Gesellen in Kraft treten.

Die Ausbildungsvergütung wird dann im ersten Jahr 800 Euro, im zweiten Jahr 900 Euro und im dritten Jahr 1.000 Euro betragen. Für ausgebildete Tischlergesellen ist eine Bezahlung nach Lohngruppe 4 des geltenden Tarifvertrags vorgesehen, was einem Einstiegslohn von 17,52 Euro in Hessen und 16,89 Euro in Rheinland-Pfalz entspricht.

Diese Regelungen basieren auf einem gemeinsamen Antrag des Fachverbandes und der IG Metall vom 3. Dezember 2024. Nach Zustimmung durch die Tarifausschüsse der beiden Länder erklärten die Landesarbeitsministerinnen die Tarifverträge für allgemeinverbindlich. Eine Veröffentlichung im Bundesanzeiger steht bevor.




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Stärkung der Ausbildung und der Tarifbindung
Hermann Hubing, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes Leben Raum Gestaltung, äußerte sich positiv über die Einführung der neuen Regelungen: "Die Allgemeinverbindlichkeit ist wichtig, um Fachkräfte im Tischlerhandwerk zu halten." Er betont zudem die Notwendigkeit, dass alle Betriebe die festgelegten Vergütungen einhalten: "Unabhängig von einer Verbandszugehörigkeit müssen die festgelegten Vergütungen eingehalten werden. Wer dem nicht nachkommt, riskiert bei Prüfungen durch Sozialversicherungsträger oder im Rahmen öffentlicher Ausschreibungen ernsthafte Konsequenzen."

Mit dieser Entscheidung positioniert sich das Tischlerhandwerk in Hessen und Rheinland-Pfalz als attraktiver Ausbildungsberuf mit klaren Perspektiven und fairen Arbeitsbedingungen. (PM/Red)


Mehr dazu:   Handwerk   Wirtschaft  
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