Werbung

Pressemitteilung vom 15.04.2025    

Verträge unterzeichnet: Zukunft des DRK-Klinikums in Neuwied gesichert

Die Stadt Neuwied hat einen entscheidenden Schritt zur Sicherung der Gesundheitsversorgung getan. Mit der Unterzeichnung der Verträge mit der Marienhaus Kliniken GmbH wird der Fortbestand des zweiten Krankenhausstandorts gewährleistet.

Die Tinte ist trocken: Christian Link (Geschäftsführer Marienhaus Kliniken GmbH), Beigeordneter Ralf Seemann, Rechtsamtsleiter Ralf Pastoors, Notar Dr. Ralf Bohr, Torsten Schmitt (Rechtsamt) und Dr. jur. Eike Edo Happe (Kanzlei Eckert) haben die Verträge zum Heimfall und zur Verpachtung an die Marienhaus Kliniken GmbH unterzeichnet. (Fotos: Stadt Neuwied/Ulf Steffenfauseweh)

Neuwied. Die Verträge sind unter Dach und Fach: Die Stadt Neuwied hat die notariellen Vereinbarungen zum sogenannten "Heimfall" und zur anschließenden Verpachtung des DRK-Klinikums an die Marienhaus Kliniken GmbH unterzeichnet. Damit ist der Weg für den Fortbestand des Krankenhausstandorts geebnet. "Das ist ein großer Schritt für die Gesundheitsversorgung in unserer Stadt", betont Oberbürgermeister Jan Einig. "Mit der Unterzeichnung haben wir eine rechtlich solide und zukunftsweisende Lösung verbindlich gemacht."

Stadtrat gab grünes Licht für Vertragslösung mit Marienhaus
Bereits zuvor hatte der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung mit breiter Mehrheit dem Vertragswerk zugestimmt. CDU, SPD, Grüne, BSW, FWG, FDP und Ich tu’s votierten für die Vorlage, nur die AfD stimmte dagegen. Die politische Unterstützung ist damit ebenso klar wie das gemeinsame Ziel: der Erhalt des zweiten Krankenhausstandorts in Neuwied.
Zwar liegt die Verantwortung für die Gesundheitsversorgung laut Landesgesetz beim Kreis Neuwied, doch durch die Eigentumsverhältnisse war auch die Stadt gefordert. Das DRK-Krankenhaus wurde einst als "Stadtkrankenhaus" betrieben, das Grundstück gehört der Stadt und wurde bislang im Rahmen eines Erbbaurechts zur Nutzung überlassen. Nach der Insolvenz der DRK Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz war klar: Es braucht schnelle, tragfähige Lösungen - für das Gebäude ebenso wie für dessen Nutzung.

Klares Bekenntnis zur Verantwortung
Nach intensiven Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter konnte sich die Stadt auf einen günstigen Preis für den Heimfall einigen, also die Rückübertragung der Gebäude auf dem städtischen Grundstück. Diese Einigung war Voraussetzung für den Abschluss eines Pachtvertrags mit der Marienhaus Kliniken GmbH, die bereits das St. Elisabeth-Krankenhaus in Neuwied betreibt. Dabei ging es weniger um den Pachtzins als vielmehr um Fragen der Instandhaltung und Verantwortung: Wer trägt welches Risiko, wenn Investitionen oder Sanierungen notwendig werden? Dank juristischer Begleitung und Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten konnte eine ausgewogene Lösung erzielt werden. "Auch wenn wir rechtlich nicht in der Pflicht standen, haben wir Verantwortung übernommen, für die Bürger unserer Stadt und für die vielen Arbeitsplätze, die an diesem Standort hängen", macht Beigeordneter und Immobiliendezernent Ralf Seemann deutlich.



Acht Jahre Sicherheit - mit Option auf mehr
Die nun unterzeichnete Regelung ermöglicht den Weiterbetrieb des Klinikums unter dem Dach der Marienhaus Kliniken GmbH zunächst für acht Jahre - mit Option auf Verlängerung. Mittelfristig plant Marienhaus eine Zusammenführung beider Klinikstandorte. Für die Stadt eröffnen sich dadurch langfristig neue städtebauliche Perspektiven für das Gelände in der Innenstadt. "Wir haben eine Lösung erreicht, die rechtlich solide, wirtschaftlich vertretbar und menschlich notwendig ist", fasst Ralf Seemann zusammen. Die Stadt habe sich erfolgreich mit Nachdruck für diesen Standort. (PM)


Mehr dazu:   Gesundheitsversorgung   Insolvenz DRK Trägergesellschaft  
Lokales: Neuwied & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Alle Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
     

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Nahrungsergänzungsmittel im Alter: Notwendig oder überflüssig?

Immer mehr ältere Menschen in Deutschland greifen zu Nahrungsergänzungsmitteln, um ihre Gesundheit zu ...

AKTUALISIERT: Vollbrand eines Wohnwagens sorgte für Sperrung auf der A3

Am Nachmittag des 6. August geriet auf dem Parkplatz Nentershausen ein Wohnwagen in Brand. Die Insassen ...

Sanierungsarbeiten an Bordsteinen in Neuwied starten

In Neuwied beginnen ab dem 17. August umfassende Sanierungsarbeiten an Bordsteinen in verschiedenen Stadtteilen. ...

Temporäre Sperrung der A48-Anschlussstelle Bendorf

Im August kommt es zu einer temporären Sperrung der Anschlussstelle Bendorf auf der A48. Hintergrund ...

Schulhund Jeppe: Ein neuer Vierbeiner bereichert den Schulalltag

An der Maximilian-Kolbe-Schule gibt es einen besonderen Neuzugang, der den Schulalltag auf vier Pfoten ...

Dauerhafte Trockenheit in Deutschland: Natur und Landwirtschaft stark betroffen

Der Sommer 2026 bringt in weiten Teilen Deutschlands extreme Trockenheit mit sich. Besonders der Süden ...

Weitere Artikel


Koblenz Guitar Festival zieht auf die Sayner Hütte

Erstmals findet das renommierte Koblenz Guitar Festival & Academy auf der historischen Sayner Hütte statt. ...

Landrat Hallerbach verabschiedet Trio in den Ruhestand

Kunst und Kunsthandwerk, Verbraucher- und Tierschutz sowie als Drittes Hausmeister-Aufgaben - derart ...

Innovative Betriebsräte gesucht: Jetzt für den Deutschen Betriebsräte-Preis bewerben

Im Westerwald läuft die Zeit für Betriebsräte, die sich um den Deutschen Betriebsräte-Preis 2025 bewerben ...

Konflikt um Windkraft: Naturschutzverbände kritisieren Pläne in Hachenburg

In Hachenburg sorgt der Ausbau von Windkraftanlagen für heftige Diskussionen. Die Naturschutzinitiative ...

Ostersonntag öffnet die historische Abtei Rommersdorf wieder ihre Tore

Ab Ostersonntag, 20. April, öffnet die Abtei Rommersdorf wieder ihre Tore für Besucher. Neben den Führungen ...

Ergebnisse der Kontrollwoche "Speed" in Koblenz: Tausende Verstöße festgestellt

In der Woche vom 7. bis 13. April beteiligte sich das Polizeipräsidium Koblenz an der landesweiten Aktion ...

Werbung