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Nachricht vom 01.10.2018 - 16:28 Uhr    

Bären siegen nach Anlaufschwierigkeiten deutlich

Erster Spieltag in einer neuen Saison nach einer überzeugenden Vorbereitungsphase, und dann ein Auswärtsspiel bei einem Aufsteiger, den man noch nicht wirklich gut kennt – eine Kombination, die Gefahrenpotenzial in sich birgt, am Freitagabend für den EHC „Die Bären" 2016 am Frankfurter Ratsweg allerdings nicht zum Stolperstein wurde. Mit 8:2 setzten sich die Neuwieder bei den Frankfurter Löwen letztendlich souverän durch, auch wenn die Deichstädter zwei Drittel lang ein paar Anlaufschwierigkeiten hatten.

Die Neuwieder Neuzugänge Maximilian Wasser (links) und Dennis Appelhans (rechts) erzielten jeweils zwei Tore in Frankfurt. Löwe Dustin Bauscher versucht sich hier gegen beide zur Wehr zu setzen. Foto: EHC

Neuwied. Ein Ergebnis, das man sich vorher gegen den Hessenmeister erhofft hatte, aber der stellte sich wie erwartet als unangenehmer Widersacher heraus. Die Löwen setzten auf die Devise „so weit die Beine tragen". Sie gingen von der ersten Minute an mit hoher Laufbereitschaft zu Werke, merkten dann mit zunehmender Spielzeit irgendwann, dass die Luft dünner wird.

Vier Neuwieder Tore im Schlussdrittel machten den Kräfteverschleiß bei den Hausherren und die besseren Reserven bei den Deichstädtern deutlich, obwohl diese durch das Fehlen von Kevin Wilson und Patrik Morys auch nur 15 Feldspieler auf dem Spielberichtsbogen stehen hatten. Unter anderem zwei Regionalliga-Debütanten: Eigengewächs Sidney Lehnert erhielt seine ersten Einsatzminuten, und weil mit Felix Köllejan sowie Tim Lehwald zwei Torhüter fehlten, nahm mit Marie-Luise Mohrs die U17-Torhüterin als Ersatz für Jendrik Allendorf auf der Bank Platz.

„Die Kondition der Mannschaft stimmt, und wir haben es in den letzten 20 Minuten auch spielerisch besser gelöst als zuvor", erklärte Trainer Daniel Benske, wie sein Team vom 4:1-Zwischenstand zur zweiten Pause den Unterschied noch deutlich auf 8:2 ausbaute. Frankfurt machte es den Gästen mit seiner aufs Zerstören ausgerichteten Spielweise lange Zeit schwer, zumal beim EHC in den ersten beiden Dritteln der notwendige Dampf in vielen Aktionen fehlte. Benske: „Am Donnerstag im Training kam nahezu jeder Pass an. Das fehlte heute. Aber so kann das in einem ersten Saisonspiel mal sein."

Die Bären schnürten den Gegner des Öfteren in seinem Drittel ein, mehr als jeweils zwei Tore im ersten und zweiten Drittel gelangen gegen den guten Löwen-Torhüter Jascha Strobel zunächst jedoch nicht. Zwei davon gingen aufs Konto von Michael Jamieson, der nahtlos dort weitermachte, wo er in der Vorbereitung aufgehört hatte. Der US-Amerikaner traf zum 1:0 (5.) und 2:0 (13.), sein Sturmkollege Martin Brabec gelang in der 33. Minute das 3:1. Dazwischen verkürzten die Löwen nach einem Neuwieder Fehlpass zwar zum 1:2 durch David Lademann (29.), aber Brabecs Powerplaytor – das zweite in der zweiten EHC-Überzahl des Abends - stellte nur 73 Sekunden später den alten Abstand wieder her, und Neuzugang Dennis Appelhans, aufgrund des personellen Engpasses aus der Abwehr in den Sturm gerückt, erhöhte kurz vor der zweiten Pause auf 1:4 (39.).

Die Messe war gelesen, jetzt wollte Neuwied seinen gut 100 mitgereisten Fans noch etwas bieten. Und die sollten in der Endphase der Partie noch auf ihre Kosten kommen. Druck übten zwar auch die beiden Reihen um Stephan Fröhlich und Tobias Etzel aus, die Tore blieben aber größtenteils die Sache der Formation mit Jamieson, Brabec und Maximilian Wasser. Der EHC-Rückkehrer und -Publikumsliebling markierte das 1:5 (45.) und 1:6 (47.), ehe nach einem von Lademann verwandelten Penalty (50.) Appelhans seinen Doppelpack schnürte (53.) und Jamieson mit seinem dritten Treffer des Abends den Schlusspunkt setzte (55.). „Wir können ganz sicher besser spielen", ist sich Trainer Benske bewusst, „aber heute ging es zunächst einmal darum, die drei Punkte zu holen. Das ist uns gelungen. Jetzt wollen wir am Sonntag gegen Ratingen nachlegen. Ich bin mir sicher, dass wir dann ein ganz anderes Spiel sehen werden."

Frankfurt: Strobel (Kujawa) – Kärkäs, Jeßberger, Senftleben, Stroeks – Schippler, Rost, Nagayama, Wehner, Lademann, Bauscher, Reznicek, Frank, Martaller, Kail, Carbone.
Neuwied: Allendorf (Mohrs) – Pering, Hellmann, Schütz, Richter, Appelhans, Lehnert, Neumann – Fröhlich, Asbach, Jamieson, Müller, Brabec, Wasser, S. Schlicht, Etzel.
Schiedsrichter: Robert Ruhnau.
Zuschauer: 228.
Strafminuten: 4:4.
Tore: 0:1 Michael Jamieson (Brabec) 5', 0:2 Michael Jamieson (Brabec, Schütz) 13', 1:2 David Lademann 29', 1:3 Martin Brabec (Appelhans, Wasser) 33', 1:4 Dennis Appelhans (Asbach, Hellmann) 39', 1:5 Maximilian Wasser (Brabec, Jamieson) 45', 1:6 Maximilian Wasser (Brabec, Pering) 47', 2:6 David Lademann (Penalty) 50', 2:7 Dennis Appelhans (Richter) 53', 2:8 Michael Jamieson (Wasser) 55'.

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