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Nachricht vom 04.09.2018    

Fliegerbombe wird in Neuwied gesprengt

Am Donnerstag, den 30. August wurde bei Niedrigwasser in der Nähe der Wied-Mündung eine amerikanische 1000-Pfund Fliegerbombe gefunden. Am 6. September wird diese kontrolliert gesprengt werden. Eine Evakuierung ist nicht erforderlich.

Foto: Uwe Schumann

Neuwied. Bereits am 30. Augsut wurde bei einer Kontrolle, die regelmäßig bei niedrigem Wasserstand an verschiedenen Stellen durchgeführt wurde eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Nach Prüfung der Lage stellte sich heraus, dass es sich um eine 1000-Pfund Fliegerbombe handelt, die bereits teilweise detoniert ist.

Im 2. Weltkrieg wurden mehrere tausend Bomben im Raum Neuwieder abgeworfen. Einige von diesen tauchen immer wieder als Blindgänger auf und müssen entschärft oder gesprengt werden. „Manche können wir aus der Luft sehen, wenn wir die betroffenen Gebiete abfliegen“, erklärt Horst Lenz vom Kampfmittelräumdienst. „Andere werden mit Suchgeräten für metallische Gegenstände gesucht. Diese hier in Irlich an der Wied-Spitze konnten wir bei einer Begehung des Gebietes erkennen.“

„Es gibt zwei Möglichkeiten: Entschärfen oder Sprengen. Bei einer Entschärfung ist ein Evakuierungsradius von 1.000 Meter erforderlich. Dies bedeutet für alle eingesetzten Kräfte ein erheblicher Aufwand. Wir haben uns für eine Sprengung entschieden. Hierzu ist keine Evakuierung notwendig. Lediglich kein Sicherheitsbereich mit 300 Meter Radius wird eingerichtet. Das bedeutet, dass Anwohner für gerade mal zwei Stunden in ihren Häusern blieben müssen und die B 42 sowie die Bahnstrecke kurzzeitig gesperrt werden“, so Michel Mang, Dezernent für Ordnung und Sicherheit. Ebenso wird in der Mehrweckhalle in Irlich eine Betreuungsstation eingerichtet. Die rund 400 betroffenen Anwohner werden noch mit Flugblättern informiert.



Bei der Sprengung wird die Fliegerbombe aus dem Wasser an Land gebracht. Ein Loch wird ausgehoben und die Bombe dort platziert. Abgedeckt wird das Ganze mit mehreren hundert Tonnen steinfreiem Sand. Durch eine Sprengladung wird die Bombe gezündet. Anschließend werden die Trümmerteile gesucht und untersucht.

Auch Polizeioberrätin Caroline Schug, Leiterin der Polizeiinspektion Neuwied kümmert sich zusammen mit der Feuerwehr um die Sicherheit der Bevölkerung: „Die Polizei wird verkehrslenkende Maßnahmen durchführen. Dazu zählt unter anderem die Sperrung der B42. Ebenso fahren Streifenwagen durch das gesperrte Gebiet und kontrollieren, ob alle sich an das Ausgangsverbot halten. Zusätzlich werden mit Fahrzeugen der Polizei und der Feuerwehr Lautsprecherdurchsagen gemacht“.

Die Sprengung ist für Donnerstag, den 6. September zwischen 18 und 20 Uhr angesetzt. „Dieser Zeitraum ist bewusst gewählt. Die B 42 und die rechtsrheinische Bahnstecke ist eine der am meisten befahrensten Straßen in der Region. In dem gewählten Zeitraum sind die geplanten Maßnahmen am besten vertretbar“, ergänzt Mang. Das Rheinufer in Irlich, sowie der komplette Schloßpark sind ebenfalls von der Sperrung betroffen. Der Schloßpark wird bereits am Mittwoch, den 5. September ab 18 Uhr gesperrt. Uwe Schumann


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