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Nachricht vom 08.03.2018 - 08:36 Uhr    

Benske: Die Euphorie ist greifbar

Sie ist endgültig in Neuwied angekommen: die Play-off-Euphorie. 849 Zuschauer besuchten im Durchschnitt die beiden Heimspiele gegen Dinslaken – Bestwert aller vier Viertelfinalserien. Am Sonntagabend klickten im sozialen Netzwerk Facebook in den ersten vier Minuten nach der Meldung des Einzugs in die Runde der letzten vier in Folge des 7:3-Erfolgs über Dinslaken 72 Nutzer den „Gefällt mir"-Knopf – rekordverdächtig.

Martin Brabec (links) und die Bären haben die Dinslakener Kobras um Stefan Dreyer an sich abprallen lassen. Im Halbfinale treffen die Neuwieder jetzt auf den Hauptrunden-Zweiten aus Herford. Foto: Verein

Neuwied. Während die Eishockeyspieler des EHC „Die Bären" 2016 in der Dinslakener Schlangengrube den dritten und entscheidenden Sieg gegen die Kobras feierten, begann in der Heimat bereits das Halbfinal-Fieber. Und auch die Mannschaft ist infiziert. „Die Erleichterung war nach dem Sieg riesig, die Stimmung in der Kabine sowie auf der Heimfahrt hervorragend und die Euphorie ist greifbar", schildert Trainer Daniel Benske. Euphorisch und gleichzeitig ebenso diszipliniert wie fokussiert - so sieht momentan die Stimmungslage beim EHC aus vor den ersten Halbfinal-Teilnahme einer Neuwieder Mannschaft seit der Erstliga-Meistersaison vor 20 Jahren. „Und das", da sind sich Trainer Benske, Manager Carsten Billigmann und die Spieler einig, „werden spektakuläre Partien zwischen zwei Top-Mannschaften".

Mindestens drei- und maximal fünfmal stehen sich die Bären und der Herforder EV gegenüber, um den Endspielteilnehmer zu ermitteln. Zum ersten Mal am Freitagabend, den 9. März ab 20.30 Uhr in Herford, zwei Tage später dann ab 19 Uhr im Neuwieder Icehouse. Herford? Da war etwas. Vor einem Jahr schied der EHC im Viertelfinale gegen die Ice Dragons aus. „Dafür wollen wir uns revanchieren", kündigt Billigmann an.

In den vier Hauptrundenpartien bekamen die Zuschauer immer einiges geboten. Im Schnitt fielen pro Begegnung elf Treffer. „Das waren hochklassige Topspiele", erinnert sich Benske, der die 2:9-Niederlage des EHC Ende Oktober ausklammert. „In den drei anderen Partien haben wir sehr gute Leistungen gezeigt. Man denke nur an den 10:4-Auswärtssieg."

An Selbstvertrauen mangelt es den Deichstädtern nicht. Gegen eine schwierig zu bespielende, weil sehr defensiv eingestellte, mit Kontern aber immer gefährliche Dinslakener Mannschaft musste der EHC nur in Spiel zwei einen Ausrutscher hinnehmen. Benske: „Dann haben die Jungs die Situation erkannt, sie angenommen und sich deutlich gesteigert. Am Ende setzte sich unsere Qualität durch, wir haben die Spiele drei und vier klar beherrscht." Mit Herford kommt nun noch einmal ein anderes Kaliber auf die Neuwieder zu. Die Ice Dragons zählen zu technisch stärksten Teams der Liga und mögen es offensiv. „Wir wissen, worauf wir uns einstellen müssen", betont der EHC-Coach. „Das haben wir unter der Woche getan. Und jetzt wollen wir unsere Euphorie nutzen, um den nächsten Schritt zu gehen."

849 Zuschauer im Viertelfinale im Schnitt - auch hier rechnen die EHC-Verantwortlichen noch einmal mit einem weiteren Schub. „Die Heimspieltermine am Sonntag sind bei uns traditionell noch einmal besser besucht als der Freitag, und sicherlich können wir auch vom Hype profitieren, den die deutsche Nationalmannschaft bei Olympia ausgelöst hat", ist Billigmann zuversichtlich, dass die Halle proppenvoll sein wird. „Wenn man jetzt nicht zum Eishockey geht, wann denn dann?", fragt Benske und verspricht: „In dieser Serie wird man auf seine Kosten kommen."

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