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Nachricht vom 01.03.2018 - 09:51 Uhr    

Bären wollen sich einen Matchball erspielen

9:3 für Neuwied am Freitagabend, 7:0 für Dinslaken nur zwei Tage später – das Viertelfinale zwischen den Bären aus der Deichstadt und den Kobras brachte am ersten Play-off-Wochenende der Eishockey-Regionalliga West einen kuriosen und nicht alltäglichen Ergebnis-Widerspruch zum Vorschein.

Am Sonntag kamen die Bären (hier: Michael Jamieson) in Dinslaken außer Tritt. Jetzt will die Mannschaft in die Spur zurückfinden und die Niederlage wieder geradebiegen. Foto: Verein

Neuwied. Der EHC hatte seinen Gegner, den er bereits in der Hauptrunde viermal knapp bezwungen hatte, so klar im Sack wie noch nicht zuvor in dieser Saison, musste dann jedoch eine ganz bittere Pille schlucken. „Wir haben nicht ins Spiel reingefunden, kamen nicht in die Zweikämpfe, und das Dinslakener Tor war wie vernagelt. Sieben Tore schlechter waren wir an diesem Abend jedoch auch nicht", sagt Bären-Coach Daniel Benske zum aus seiner Sicht so ernüchternden Gastspiel in der „Schlangengrube". „Mit einem Sieg in dieser Höhe hätte ich nicht natürlich auch nicht gerechnet", gab sein Kollege Krystian Sikorski zu. Sein Team nutzte die Tormöglichkeiten mit beeindruckender Konsequenz, der EHC hingegen ließ zu viele Gelegenheiten verstreichen.

1:1 heißt es demnach nun in der Serie, drei Siege sind notwendig, um ins Halbfinale einzuziehen. „Wir wollen jetzt wieder vorlegen, es dann auswärts deutlich besser und im Idealfall natürlich den Sack zumachen. Dafür brauchen wir aber wieder mehr Bissigkeit. Es wird eine Charakterfrage, nach der Niederlage zurückzukommen", schildert der 36-jährige Neuwieder Übungsleiter seine Vorstellungen für die nächsten Tage. Am Freitag empfängt der Hauptrunden-Dritte die Kobras ab 20 Uhr zu Spiel Nummer drei im heimischen Ice House, am Sonntag macht man sich erneut auf in Richtung Niederrhein, wo ab 19 Uhr der Puck übers Eis zischt.

Was macht eine Mannschaft, die in Spiel eins regelrecht unter die Räder kam? Zum Beispiel ein Zeichen setzen, indem ein anderer Schlussmann ins Tor rückt, der die gegnerischen Angreifer zum Nachdenken zwingt. Dinslakens Trainer Sikorski tat dies, setzte auf Felix Zerbe anstatt auf Marvin Frenzel, der am Freitag schwer hatte einstecken müssen. Sikorski gelang ein Glücksgriff. „Felix Zerbe hat überragend gehalten", sagt Benske, zu seiner aktiven Zeit selbst Schlussmann.

Und was macht eine Mannschaft, die den zweiten Vergleich ähnlich deutlich abgeben musste? „Wir haben unter der Woche die Wunden geleckt und uns gut vorbereitet, was angesichts einiger Erkrankungen und Verletzungen aber mit weniger Personal als gewünscht geschehen konnte", erklärt der EHC-Trainer. „Die Niederlage hat uns natürlich geärgert, aber gerade jetzt in den Play-offs ist es wichtig, solche Negativerlebnisse schnell abzuhaken und aus den Köpfen hinauszubekommen. Dass wir es können, haben wir in den vergangenen Wochen regelmäßig und auch am Freitag gegen Dinslaken gezeigt."

Auffällig und vor allem selten in der Regionalliga, in der viele Teams von einer Top-Reihe leben: Bei Dinslaken standen sieben verschiedene Torschützen auf dem Spielberichtsbogen, was für die Homogenität der Kobras spricht. Eine Qualität, die normalerweise die Bären auszeichnet. „Wir haben einmal mehr gesehen, dass Dinslaken eine Mannschaft hat, die kämpft, bis der Notarzt kommt. Wir werden alles geben müssen, um das Ergebnis vom Sonntag wieder geradezubiegen."


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