Werbung

Nachricht vom 09.02.2018 - 11:29 Uhr    

Projekt Inklusionslotsen endet nach zwei Jahren erfolgreich

Orientierungshilfe geben, Kompetenzen erkennen, Türen öffnen – und behinderten Menschen den Weg ins Erwerbsleben ebnen: Mit diesem Anspruch starteten Anfang 2016 die Inklusionslotsen. Zwei Jahre später endet nun dieses gemeinsame Projekt der Agenturen für Arbeit Montabaur, Koblenz-Mayen und Neuwied sowie der zugehörigen Jobcenter.

Montabaur/Neuwied. Das Fazit kann sich sehen lassen: 315 Männer und Frauen mit Handicaps haben teilgenommen. 100 Personen konnten in Arbeit vermittelt werden; 89 von ihnen fanden einen sozialversicherungspflichtigen Job. Insgesamt 87 Unternehmen stellten im Rahmen dieser Initiative Mitarbeiter mit Behinderungen ein.

„Besonders erfreulich ist, dass die Beschäftigung in den meisten Fällen von Dauer ist, also über ein halbes Jahr hinaus geht“, sagt Elmar Wagner, Chef der Agentur für Arbeit Montabaur. Von hier war der Impuls gekommen, sich zu bewerben, als das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) insgesamt 80 Millionen Euro bereitstellte, um Schwerbehinderte in Arbeit zu bringen. Mit der zentralen Projektleitung war die Deutsche Luft und Raumfahrt (DLR) in Bonn beauftragt.

Wagner erinnert an die Anfänge: „Unser Reha-Team hat zusammen mit den Kollegen aus Koblenz-Mayen und Neuwied ein überzeugendes Konzept entworfen und den Zuschlag über insgesamt 1,6 Millionen Euro erhalten.“ Anja Voigt, Reha-Teamleiterin in Montabaur, erläutert den Grundgedanken: „Integration gelingt besser, wenn behinderte Menschen Begleiter haben - als Ansprechpartner, Koordinatoren und Kümmerer in allen Bereichen und bei allen Problemen. Dass diese Idee der Inklusionslotsen sich so erfolgreich entwickelte, verdanken wir dem guten Miteinander vieler Partner.“

Neben den Jobcentern Rhein-Lahn und Westerwald aus dem Agenturbezirk Montabaur beteiligten sich die benachbarten Agenturen für Arbeit und Jobcenter. Eine Kooperation von Bildungsträgern, bestehend aus dem Heinrich Haus, den Barmherzigen Brüdern, Bethesta, Caritas und Diakonie, deckte über ihre Standorte das gesamte Aktionsgebiet mit sieben Landkreisen ab.

Alle Akteure brachten ihr Fachwissen und ihre Netzwerke ein und stellten sich einer anspruchsvollen Aufgabe: Menschen mit multiplen Einschränkungen, die unterschiedliche schulische und berufliche Erfahrungen mitbringen, ins Erwerbsleben zu integrieren. „Wichtig war vor allem, individuell auf die Teilnehmer einzugehen und sie zu motivieren“, sagt Anja Voigt. Dazu wurde ein Gesamtpaket mit vielen Angeboten geschnürt. So konnten alltagsbegleitende Hilfen und psychologische Unterstützung abgerufen werden. Und den Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern knüpften eigens eingestellte Betriebsakquisiteure. (PM)


Kommentare zu: Projekt Inklusionslotsen endet nach zwei Jahren erfolgreich

Es sind leider keine Kommentare vorhanden


Aktuelle Artikel aus der Wirtschaft


LEADER-Region Rhein-Wied: „Gemeinsam mehr erreichen“

Vettelschoß. Mit dem Regionalforum im Forum „Am Blauen See“ in Vettelschoß, wird ein Einstieg in die Elektromobilität geboten. ...

Rheinbrohler Hof unter neuer Regie und internationaler Flagge

Rheinbrohl. Eine Vielfalt, die seines Gleichen suchen muss. „Für Rheinbrohl und deren Ortskern ist es sehr wichtig, hier ...

Mit der Lösung „Fliegerkappe“ beim Gartenmarkt gewonnen

Neuwied. Melina Dinter aus Neuwied gewann das Trikot der Deutschen Nationalmannschaft, Ramona Kern aus Unkel einen 200-Euro-Energiegutschein ...

Arbeitsagentur informiert: Es gibt noch viele Ausbildungsplätze

Region. Die Sommerferien stehen vor der Tür, und viele Jugendliche beenden dann ihre Schullaufbahn. Viele wissen längst, ...

Süwag-Gebäude in Bonefeld steht kurz vor der Fertigstellung

Bonefeld. Hallerbach: „Ich bin beeindruckt von dem was hier innerhalb eines Jahres entstanden ist. Ich freue mich, dass damit ...

Breitbandausbau im Kreis Neuwied schreitet voran

Kreis Neuwied. Den offiziellen Startschuss für die Bauabschnitte 3 und 4 gab der 1. Kreisbeigeordnete Michael Mahlert, als ...

Weitere Artikel


Schlaganfall: rechtzeitig erkennen und schnell behandeln

Dierdorf/Selters. Im Evangelischen Krankenhaus in Selters befindet sich eine regionale Schlaganfalleinheit unter Leitung ...

Schnelle Festnahme nach Handyraub in Bad Honnef

Bad Honnef. Zeugen, die das Geschehen beobachtet hatten, wählten den Notruf 110 und informierten die Polizei. Im Rahmen der ...

Sandkauler Weg: Arbeiten sind in der Endphase

Neuwied. Zwischen der Abfahrt der B 256 aus Richtung Weißenthurm, dem sogenannten Reuther-Ohr, kommend und dem Kreisverkehr ...

Kreativ: Kunst-Kids tauchen in Playmobil-Welten ein

Neuwied. Nach einem ersten Testlauf im Januar, kamen die Kunst-Kids Anfang Februar erstmals offiziell in der Stadt-Galerie ...

Premiere im Jugendzentrum war ein voller Erfolg

Neuwied. Musiker und Kleinkünstler waren gekommen, um Kostproben ihres Könnens in der Lounge des Big House zu präsentieren. ...

Bunte Verbände für die Grashüpfer

Freirachdorf/Dierdorf. Ganze Kindergarten-Generationen sind in Dierdorf bereits durch das Krankenhaus geführt worden. In ...

Werbung