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Nachricht vom 05.02.2018 - 18:14 Uhr    

Abriss der Alten Mühle in Puderbach hat begonnen

Bereits vor 20 Jahren hatte man im Ortsgemeinderat Puderbach die Idee die Kreuzung Mittelstraße, Hauptstraße und Steimeler Straße, der sogenannte Mühlenberg, zu entschärfen. Nun ist es soweit, im November letzten Jahres gab es endlich die Einigung mit den Eigentürmern und die Ortsgemeinde konnte die maroden Anwesen erwerben. Jetzt hat der Abriss der Gebäude begonnen.

Foto und Video: Wolfgang Tischler

Puderbach. Die ersten konkreten Untersuchungen für die Entschärfung der Kreuzung am Mühlenberg fanden bereits im Jahre 1999 statt. Im Kreuzungsbereich kommt es regelmäßig morgens und abends zu langen Staus und Wartezeiten. Ein Problem ist auch, dass sich etliche Autofahrer nicht trauen im Berg anzufahren und so am Fuße stehen bleiben bis oben nur noch ein oder gar kein Fahrzeug mehr steht. Dies ist natürlich dem Verkehrsfluss mehr als abträglich.

Für eine Änderung der Verkehrsführung musste das alte Mühlengebäude weichen. Doch die Verhandlungen mit den Eigentümern des maroden Gebäudes waren mehr als schwierig. Es wurden Bebauungspläne erstellt, die aber immer wieder scheiterten, weil die Besitzer letztlich doch nicht verkauften oder utopisch hohe Preise verlangten. In 2017 kam dann endlich Bewegung in die Sache und im November gab es einen Notartermin, der mit den Unterschriften unter den Kaufvertrag endete.

Neben den beiden Häusern hat die Gemeinde auch das sich auf dem Grundstück befindliche Wasserkraftwerk erworben. Es ist noch in Betrieb und voll funktionsfähig. Es produziert derzeit 30 KW/Stunde. Wie Ortsbürgermeister Manfred Pees berichtete, hat die Gemeinde einen Fachmann die Anlage begutachten lassen. Der bescheinigte, dass die Anlage in Ordnung sei und in derzeitigem Zustand noch mindestens zehn Jahre läuft. Angedacht ist jedoch ein Ausbau und das Ganze soll für Schulklassen und Kinder unter Anleitung zugänglich gemacht werden, damit ihnen die Stromerzeugung nahe gebracht wird.

„Was lange währt, wird endlich gut“, meinte Manfred Pees am Morgen bei der Besichtigung der begonnenen Abrissarbeiten. Sie werden sich bis Ende März hinziehen, denn in dem Haus direkt am Holzbach lebt noch eine Mieterin, die noch nicht ausgezogen ist. Durch die lange Kündigungsfrist wird dies erst in Kürze passieren.

Verbandsbürgermeister Volker Mendel erläuterte, dass die Verwaltung mit dem LBM in engem Kontakt stehe. Der LBM muss die Umsetzung der Maßnahme vollziehen, da sich hier zwei Landesstraßen kreuzen. Es wird derzeit ein Kreisverkehr geplant und die Bauanträge vorbereitet. Im gleichen Zuge soll die marode Brücke über den Holzbach erneuert werden. Volker Mendel rechnet in 2019 mit dem Beginn der Arbeiten und spätestens 2020 mit der Fertigstellung. (woti)


Video vom Beginn der Abrissarbeiten




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