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Nachricht vom 04.12.2017 - 10:11 Uhr    

Jäger führten erfolgreich Drückjagden auf Schwarzwild durch

Vielen Menschen im Kreis Neuwied werden in den letzten Wochen die Warnschilder mit dem Hinweis „Achtung Jagd“ in den Wäldern und an vielen Bundes- und Landstraßen aufgefallen sein. Es ist Spätherbst und damit die Zeit der Drückjagden in den Revieren im Kreis. „Wir legen schon seit einigen Jahren ein besonderes Augenmerk auf die gezielte Bejagung von Wildscheinen“, so Klaus Rams, Hegeringleiter im Hegering Rengsdorf/Waldbreitbach.

Foto: Wolfgang Tischler

Kreis Neuwied. Der Hegering umfasst insgesamt 28 Jagdreviere, in denen sich jedes Jahr im Herbst einige zu revierübergreifende Drückjagden organisieren. Das Ziel ist es dabei, den Bestand an Wildschweinen möglichst effektiv zu reduzieren. Bei einer Drückjagd stellen sich Jäger an strategischen Stellen in den Revieren auf und Hundeführer und Treiber versuchen die Schwarzkittel in ihren Tageseinständen zu beunruhigen und sie aus den Einständen zu „drücken“, daher die Bezeichnung Drückjagd.

Dabei kann es auch passieren, dass Wildschweine die Reviergrenze, dies sind häufig Straßen, Bachläufe oder landwirtschaftliche Wege, überschreiten und in das Nachbarrevier wechseln; oft gefolgt von Jagdhunden, die die Witterung aufgenommen haben. „Daher stehen an vielen Straßen aus Sicherheitsgründen die Warnschilder, um die Bevölkerung auf das Geschehen hinzuweisen.“, so Bodo Aller, Hegeringleiter im Hegering Dierdorf. „Die Drückjagden werden in der Presse angekündigt und gemäß den verkehrsrechtlichen Anordnungen der Kreisverwaltung erfolgen vielfach auch Straßensperrungen oder Geschwindigkeitsreduzierungen. Eine angepasste Fahrweise oder gar Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer auf zum Beispiel freilaufende Hunde war jedoch selten vorhanden“, beklagt Aller weiter.

Nichtsdestotrotz waren die revierübergreifend durchgeführten Drückjagden in den beiden Hegeringen Rengsdorf/Waldbreitbach und Dierdorf wieder erfolgreich und es kamen insgesamt mehr als 300 Wildschweine zur Strecke. „Damit kommen die Jäger im Kreis dem vom Gesetzgeber vorgegebenen Auftrag zur Hege und Pflege und damit zu einer Bestandsregulierung aktiv nach“, erklärte Klaus Rams vom Hegering Rengsdorf/Waldbreitbach.

„Wildfleisch ist ein hochwertiges, mineralstoff- und vitaminreiches sowie fettarmes Produkt“, so Jürgen Hochhäuser, Obmann für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Kreisgruppe Neuwied. „Kunden sollten darauf achten, dass sie das Wild aus der Region und hier am besten vom Jäger vor Ort beziehen, den man bequem im Internet unter www.Wild-aus-der-Region.de findet“, so Hochhäuser weiter. Weitere Informationen zur Jagd im Landkreis bietet die Internetseite der Kreisgruppe unter www.jagd-nr.de.


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