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Nachricht vom 10.10.2017 - 01:16 Uhr    

"Ich tu´s": Innenstadtbelebung und OB-Wahl beim Bürgergespräch

Die Bürgergesprächsrunde der Bürgerliste "Ich tu´s" war auch am 4. Oktober wieder gut besucht. Unter anderem wurden Fragen der Bürger an die OB-Kandidaten gesammelt, die von "Ich tu´s" an beide Kandidaten weitergereicht und danach mit den Teilnehmern des Bürgergesprächs besprochen wurden. Auch die Belebung der Innenstadt und Wege zur Leerstandsbekämpfung standen auf der Agenda.

Neuwied. Fred Kutscher von der Bürgerliste hatte sich zu letzterem Thema nach Möglichkeiten und Ideen in anderen Bundesländern umgehört. Interessant dabei erschien die Leerstandssteuer, die Baden-Württemberg eingeführt hat. Das entsprechende Ministerium in Rheinland-Pfalz erläuterte bei seiner Anfrage, dass bei uns bisher noch niemand diese Steuer ins Gespräch gebracht hätte. Die Runde beschloss, den OB-Kandidaten diese Idee mit auf den Weg zu geben, damit sie in den Gremien des Städtetages bzw. Städte- und Gemeindebunds diskutiert werden kann.

Zur Attraktivierung der Innenstadt wiederholte Stadträtin Dr. Jutta Etscheidt die Ideen von "Ich tu´s" zu diesem Thema. „Es gibt viele Studien die belegen, dass Aufenthaltsqualität und – dauer in einer Stadt steigen, wenn Grün und Wasser Einzug halten. Deshalb hatte 'Ich tu´s' bereits 2014 im Wahlprogramm und auch im mit allen Fraktionen besprochenen Positionspapier die Begrünung der Innenstadt durch Bäume, Büsche, große Pflanzkübel , Fassadenbegrünung sowie das Anlegen von Innenhofoasen, Brunnen und Wasserspielen gefordert. Beides kommt auch direkt der Gesundheit der Stadtbewohner zugute“ begründet Dr. Etscheidt die Vorschläge der Bürgerliste.

Nachdem Letzteres vor allem von den großen Parteien immer als zu teuer und zu pflegeaufwendig verworfen wurden, erhielt "Ich tu´s" nun durch das für unsere Zukunftsinitiative 2030 zuständige Stadtplanungsbüro Rechl Unterstützung, das Wasserspiele in einer Stadt am Rhein als wichtiges Gestaltungselement bezeichnete. „Seitdem beschäftigen sich nun endlich auch die großen Parteien mit unserer Idee“, stellt Dr. Etscheidt erfreut fest. Als erste Maßnahme könnte sie sich in die Mittelrinne der freien Fläche des Luisenplatzes eingelassene Springbrunnendüsen vorstellen, die sowohl farblich als auch mit Musik unterlegt werden und die dortige Steinwüste lebendig werden lässt, ohne den Platz für Märkte und Deichstadtfest zu behindern. Desweiteren bezeichnet sie fahrbare und flexibel einsetzbare Hecken- und Wasserwände als mögliche Gestaltungselemente.

Neben der Attraktivierung der Kernzone braucht Neuwied laut Aussage von "Ich tu´s" dringend ein Leitbild, mit dem sich unsere Stadt positionieren kann und mit dem sich auch die Bürger identifizieren. Vorschläge hierzu sollen bei den nächsten Treffen diskutiert werden, die immer am 1. Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr in der Gaststätte Deichblick am Pegelturm stattfinden.

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