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Nachricht vom 05.08.2017 - 10:35 Uhr    

Seit viereinhalb Jahren gegen Bahnlärm demonstriert

Zur 55. „Dienstags-Demo“ gegen Bahnlärm konnte Heinz Günter Heck von der Bürgerinitiative Interessengemeinschaft „Schutz gegen Bahnlärm und Erschütterungen“ e.V. Bad Hönningen neben Verbandsbürgermeister Michael Mahlert aus Bad Hönningen als Redner auch eine stattliche Anzahl von Demonstranten vor dem Neuwieder Bahnhof begrüßen.

Symbolfoto

Neuwied. Neben einigen Kommunalpolitikern nahmen auch Landrat Rainer Kaul, Fredi Winter MdL und Friedhelm Münch, Beigeordneter des Kreises Ahrweiler, an der Demo gegen Bahnlärm teil. Die 55. Demo stand unter dem Eindruck des plötzlichen Todes des Neuwieder Oberbürgermeister Nikolaus Roth, der immer ein starker Partner und Mitstreiter in der Sache Schutz gegen Bahnlärm war. Aus Anteilnahme am Tod von Nikolaus Roth wurden auf die sonst üblichen Schlachtrufe verzichtet.

Michael Mahlert erinnerte am Beginn seiner Rede über das Leben und Wirken des Menschen und Oberbürgermeisters. Nikolaus Roth war ein versierter OB und trat immer für die Belange seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger ein. Seit Bestehen der Bürgerinitiativen gegen Bahnlärm beschäftigte sich der OB mit dem Thema „Bahnlärm“ und unterstützte die Bürgerinitiativen tatkräftig. Insbesondere dank seiner Unterstützung konnten alle 55 Demos problemlos vor dem Bahnhof in Neuwied durchgeführt werden.

Michael Mahlert bekräftigt in seiner Rede nochmals die Unterstützung von Seiten der Bürgermeister im unteren Mittelrheintal. Es dürfe nicht sein, dass die Machbarkeitsstudie zur Verringerung des Bahnlärms am Deutschen Eck aufhört und das untere Mittelrheintal außen vor bleibt, von einigen Maßnahmen in Weißenthurm und Leutesdorf abgesehen. Wegen des Status als Weltkulturerbe flössen die die vorgesehenen Mittel zur Lärmreduzierung im Mittelrheintal insbesondere in das Obere Mittelrheintal, und das Untere Mittelrheintal schaue in die bekannte Röhre. Daher fordert Michael Mahlert eine noch engere Zusammenarbeit der Kommunen im unteren Mittelrheintal.

Am erfolgreichsten wäre es, wenn ein „Neues Label“ die ganze Region erkennbar machen würde, meinte Mahlert. Dieses neue Label würde der ganzen Region helfen sich neu zu strukturieren und nicht nur als eine Lärmzone wahrzunehmen, die an den Verkehrswegen Bahn, Rhein und Bundesstraßen läge. Bürgermeister Mahlert erwähnte anerkennend das Durchhaltevermögen der Demonstranten. Es sei eine stolze Leistung, seit viereinhalb Jahren jeden zweiten Dienstag im Monat um 19 Uhr vor dem Bahnhof in Neuwied zu demonstrieren. Beim Thema Bahnlärm müssten dicke Bretter gebohrt werden.

Es sei ein Unding, dass die Deutsche Bahn AG den Anliegern den Lärm von alten und lauten Güterzügen seit Jahren zumute. Denn Bahnlärm mache krank, und deshalb müssen alte und laute Güterzüge aus dem Rheintal verschwinden. Rolf Papen von der BI Weißenthurm ging auf die in jüngster Zeit vorgefallenen Unfälle bei der DB ein und forderte als Konsequenz, dass die Güterzüge in Ortschaften langsamer fahren müssten, 70 Stundenkilometer sei die Obergrenze. Für Gefahrguttransporte müsse diese Geschwindigkeitsbeschränkung generell gelten. Heinz Günter Heck erinnerte an die Internetplattform des Eisenbahnbundesamtes „Lärmaktionsplanung Schiene“ die seit dem 30.06. frei geschaltet ist und bat um rege Beteiligung an der Umfrage.


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