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Sandkauler Weg: Verzögerung durch späteren Baubeginn

Die Erneuerung des „Sandkauler Weg“ von Höhe der Hausnummer 50 bis zum Kreisverkehr am REWE Markt in der Langendorfer Straße wird in drei Bauabschnitten durchgeführt. Der NR-Kurier hat nachgefragt und berichtet über Fortschritt der Baumaßnahme.
Sandkauler Weg: Verzögerung durch späteren Baubeginn

Fotos: Uwe Schumann

Neuwied. Der Sandkauler Weg ist eine wichtige Verkehrsverbindung für die Stadt Neuwied. Die Straße führt von der Hafenstraße bis in die Innenstadt. Auch die B256 hat am Sandkauler Weg eine Abfahrt. Daher ist es wichtig, dass die Straße auch als Teil der Infrastruktur optimal genutzt werden kann. Bereits in der Vergangenheit wurde der Abschnitt zwischen Hans-Böhm-Straße und Lessingweg erneuert. In einem Bauvorhaben, das von November 2016 bis Dezember 2017 geplant ist, wird die Straße vom Lessingweg bis zur Langendorfer Straße saniert.

Notwendig waren die Arbeiten, da sich der Zustand des Sandkauler Weg über die letzten Jahre verschlechtert hatte. Viele Schlaglöcher zierten die Straße jahrelang. Doch der Sandkauler Weg hat bei den vordringlichen Straßenbaumaßnahmen hohe Priorität. So wird die Straße auf einer ausreichenden Breite von 6,35 Meter neu asphaltiert. Die ist knapp ein Meter weniger als die bisherige Breite. Dies hat jedoch zur Folge, dass weitere Parkplätzte entstehen können. Vom Kreisverkehr bis zur Germaniastraße wird der Radverkehr auf dem gemeinsamen Fuß- und Radweg im Zweirichtungsverkehr auf einer Breite von drei Meter geführt. Hierzu hat die Stadt sogar einen Teil eines Grundstücks erworben.

Auch die Bushaltestelle in Höhe der Germaniastraße wird erneuert und behindertengerecht gestaltet, sodass auch Rollstuhlfahrer ohne große Herausforderungen den Zugang zu den Niederflurbussen erhalten können. Höhe Hausnummer 6 des Sandkauler Wegs wird ein Fußgängerüberweg mit einer Mittelinsel errichtet. Dies steigert die Sicherheit der Fußgänger beim Überqueren der Straße und sorgt für eine angepasste Fahrweise der Autofahrer. Die Straßenbeleuchtung wird neu geplant und mit neuster LED Technik ausgerüstet sein. Dies spart viel Energie und schont die Umwelt um Vergleich zur herkömmlichen Beleuchtung mit Hochleistungsglühlampen. Insgesamt werden zwölf Bäume neu gepflanzt.

Die Stadtwerke Neuwied GmbH (SWN) verlegen in allen Bauabschnitten neue Wasser- und Gashauptleitungen, sowie bei Bedarf neue Hausanschlüsse. Die Servicebetriebe Neuwied AöR (SBN) erneuern die Kanalschächte sowie alle Kanalhausanschlussleitungen bis zu den Grundstücksgrenzen der Anlieger. Während der kompletten Baumaßnahme ist eine Umleitung entlang der Rheinstraße eingerichtet. Die Gesamtkosten werden über 1,2 Millionen Euro betragen.

Derzeit ist der erst Bauabschnitt zwischen Lessingweg und Germaniastraße zum größten Teil abgeschlossen. Es stehen noch die rechtlichen Pflasterarbeiten auf dem Gehweg aus. Der zweite Bauabschnitt hatte vor kurzem begonnen. Diese ist zwischen Germaniastraße und der Zufahrt zur Firma Coveris eingerichtet. Die Einrichtung der Bauestelle im November 2016 und der Beginn der Bauarbeiten im ersten Abschnitt verzögerten sich bereits. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf den kompletten Bauplan. „Wir hatten auch ein paar Herausforderungen, die wir gut meistern konnten, zum Beispiel einen Wasserrohrbruch im alten Leitungssystem“, so Erhard Jung vom Pressebüro der Stadt Neuwied. „Wir erwarten, dass die Arbeiten Anfang 2018 fertiggestellt werden.“

Damit es für die Anwohner nur zu geringen Einschränkungen kommt, wurden für die Bewohner der Mehrfamilienhäuser im Sandkauler Weg spezielle Zufahrten errichtet. So konnten die angemieteten Stellplätze weiter genutzt werden. Auch bei den Einfamilienhäusern wird versucht, die Zufahrt bestmöglich zu freizuhalten. Damit der Schwerlastverkehr die Firma Coveris erreichen kann wurde eine Ersatzeinfahrt eingerichtet und beschildert. Auf dem Weg dorthin wurde ein Halteverbot eingerichtet. Der zweite Bauabschnitt wird voraussichtlich August fertiggestellt. Der dritte Teilbauabschnitt wird anschließend zwischen der Zufahrt der Firma Coveris und dem Kreisverkehr eingerichtet. Uwe Schumann
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