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Nachricht vom 18.05.2017 - 09:42 Uhr    

Räuber Hotzenplotz kommt nach Neuwied

Die Stadt Neuwied holt den Räuber Hotzenplotz für drei Monate in die Stadtgalerie. Vom 2. Juni an können große und kleine Besucher Otfried Preußler und seine Helden sehen. Gezeigt werden neben den Originalen der Zeichnungen, auch die Erstausgaben der Bücher. Aktionen begleiten die Ausstellung, die bis zum 3. September zu sehen ist.

Illustrationen F .J. Tripp/M.Weber Thienemann Verlag

Neuwied. Es ist eine Ausstellung für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Otfried Preußler erblickt am 20. Oktober 1923 im nordböhmischen Reichenberg das Licht der Welt. Seine Kindheit und Jugend in einer literarisch und künstlerisch aufgeschlossenen Familie motivieren ihn schon früh, Gedichte zu schreiben sowie Zeitungsartikel und Geschichten zu veröffentlichen. 1956 gelingt Otfried Preußler mit dem Buch „Der kleine Wassermann“ sein erster großer Erfolg.

1962 erscheint „Der Räuber Hotzenplotz“. 1969 gibt es den zweiten Band „Neues vom Räuber Hotzenplotz“. Leider – oder zum Glück – vergisst er darin, den Dackel Wasti, der in der Geschichte in ein Krokodil verwandelt wird, zurückzuverwandeln. Um dieses Versehen zu beheben, schreibt er 1973 nach einem Berg Leserpost den endgültig letzten Band „Hotzenplotz 3“. Insgesamt hat Preußler über 35 Bücher geschrieben.

In die Stadtgalerie kommen neben den Originalen der Zeichnungen in den Büchern auch die Erstausgaben. Malvorlagen, Rätselspiele, eine Audiostation und eine gemütliche Leseecke werden die Besucher zum Verweilen einladen. Tiefer in die Aura des Otfried Preußler eintauchen lässt das Rahmenprogramm. Die Erzählerin Griseldis (Maggy Ziegler) gestaltet Vorlese- und Mitmachnachmittage für Kinder und einen Vortragsabend für Erwachsene. Das Koblenzer Marionettentheater und die Puppenbühne Rheinland führen die Geschichte in der Stadtgalerie auf.

Die Ausstellung wird am 2. Juni um 19 Uhr eröffnet. Ausstellungsende ist am 3. September. Öffnungszeiten der Galerie: Mittwoch 12 bis 17 Uhr, Donnerstag bis Samstag 14 bis 17 Uhr, Sonntag/Feiertag 11 bis 17 Uhr, Gruppen nach Vereinbarung. (woti)

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