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Nachricht vom 17.03.2017 - 20:24 Uhr    

Westerwald Bank ist erfolgreich in der Niedrigzinsphase

Die Westerwaldbank präsentierte am Freitag, den 17. März in einer Pressekonferenz die Zahlen für das Geschäftsjahr 2016. Der Bilanzgewinn konnte auf 6.442.000 Euro erhöht werden. Fusion mit der Volksbank Montabaur - Höhr-Grenzhausen eG war ein Thema. In 2017 wird in eine neue Filiale in Dierdorf investiert. Die Filialen Altenkirchen und Hachenburg erhalten ein neues Raumkonzept.

Der Vorstand Wilhelm Höser, Dr. Ralf Kölbach und Markus Kurtseifer (von links) präsentierten die Zahlen für 2016 und gaben einen Ausblick auf das laufende Jahr. Foto: Wolfgang Tischler

Hachenburg. In der Bilanzpressekonferenz gab es einen tiefen Einblick in die Situation der Bank im Jahre 2016, aber auch zur zukünftigen Aufstellung. Regionalität, Nähe zum Kunden, aber auch erstklassige Serviceorientierung sichern offensichtlich auch heute noch gute Ergebnisse. Der Ertrag konnte im abgelaufenen Jahr geringfügig auf 6,4 Millionen Euro gesteigert werden.

Die Bilanzsumme wuchs um 3,7 Prozent auf nunmehr 2,4 Milliarden Euro. Das Kundenkreditgeschäft konnte um 3,5 Prozent auf 1,53 Milliarden Euro ausgeweitet werden. Die Kreditzusagen stiegen auf 401,1 Millionen Euro nach 388,3 Millionen Euro. Besonders ausgeprägt war das Wachstum der Einlagen, die auf insgesamt 1,939 Milliarden Euro (fast neun Prozent) anstiegen. Dabei war besonders die Entwicklung der Sichteinlagen auffällig, die von 970 Millionen Euro auf 1,08 Milliarden Euro anwuchsen.

Das Kundengeschäftsvolumen, das insgesamt von der Westerwald Bank für ihre Kunden gemanagt wird, wurde von Höser mit 4,72 Milliarden Euro angegeben, das entspricht einer Steigerung von 5,5 Prozent. Das Dienstleistungsgeschäft der Bank konnte sich dem Druck aus der Niedrigzinsphase nicht entziehen. Das Bauspargeschäft reduzierte sich von 94,6 Millionen Euro auf 72 Millionen Euro, und im Wertpapiergeschäft muss ein Rückgang von 83 Millionen Euro auf 59,3 Millionen Euro hingenommen werden. Ausgleichend hierzu konnte ein stabiles Lebensversicherungsgeschäft mit leicht über dem Vorjahr liegenden Ergebnissen in Höhe von 25,9 Millionen Euro abgeschlossen werden.

Der Personalaufwand lag mit 23,9 Millionen Euro knapp 700.000 Euro unter dem Vorjahr. Die Ausbildungskosten für die Mitarbeiter sind auf 961.000 Euro gestiegen. Dass die Bank auch im Bereich der Mitarbeiter bestens aufgestellt ist, bestätigt die aktuelle Auszeichnung von FOCUS als Top-Arbeitgeber 2017.

Die Bank investiert in neue technische Lösungen und den Ausbau ihrer Internetpräsenz mit neuen Abschlussstrecken, der Entwicklung von Internetplattform für Mitglieder und einer neuen Wissensplattform für Unternehmer, die erste regionale Wissensplattform im Westerwald (www.westerwälder-mittelstand.de).

"Wir investieren nicht nur in Bits und Bytes", sagte Dr. Ralf Kölbach, sondern auch in zukunftsfähige neue Filialen und verwies auf ein anstehendes Investitionsprojekt des Neubaus der Filiale in Dierdorf. Über drei Millionen Euro plant die Bank hier auf eigenem Grund an der Königsberger Straße zu investieren. Weiterhin sind Investitionen in neue Raumkonzepte in Altenkirchen und Hachenburg geplant.

Wie die neue Westerwald Bank nach Fusion mit der Volksbank Montabaur - Höhr-Grenzhausen eG aussehen könnte, stellte Markus Kurtseifer vor. 2,8 Milliarden Euro Bilanzsumme, 166.000 Kunden, 90.000 Mitglieder und über 580 Mitarbeiter. Eine der mitgliederstärksten Volks- und Raiffeisenbank würde, soweit die Vertreterversammlungen am 6. und 7. Juni zustimmen, hier im regionalen Westerwald damit neu entstehen. Die gemeinsame Arbeit der Fusionspartner verläuft nach wie vor planmäßig, erklärte Kurtseifer. Die wichtigsten Fragen seien geklärt, und aus den Gesprächen mit den Vertretern erhielten beide Banken sehr positive Signale für eine Zustimmung zur vorgeschlagenen Fusion.

Die juristische Fusion wird im August vollzogen werden. Montabaur soll juristischer Sitz der neuen Bank werden. "Das heißt, dass die Anschrift für Mitteilungen, die an die Bank, zum Beispiel vom Finanzamt, gerichtet werden, Montabaur ist. Ansonsten wird sich nichts ändern, der jetzige Vorstand bleibt in Hachenburg und alle Mitarbeiter, zumal die Geschäftsstelle Hachenburg im Eigentum der Bank steht. Für die Kunden der Bank in Montabaur wird sich die IBAN ändern, da sich die Bankleitzahl dort ändert", erklärte Höser. Personal soll durch die Fusion nicht entlassen werden. Ein altersbedingter Abbau sowie durch Fluktuation wird sich die Gesamtzahl der Mitarbeiter verringern. Es können ja eine Reihe von Stabsaufgaben zusammengelegt werden, was Personaleinsparungen bringt.

Weitere Fusionen sind derzeit nicht im Gespräch. Das Filialnetz soll aus heutiger Sicht so bestehen bleiben. (woti)


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