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Ständige Verbesserung: Qualitätsmanagement der AWO

Prozesse verbessern, Abläufe optimieren, den Mitarbeitern wertvolle Hilfen an die Hand geben: Qualitätsmanagement liegt dem AWO Kreisverband Neuwied schon seit Jahren am Herzen. Schon 2014 hat der Verband sich das erste Mal nach der internationalen Norm ISO 9001 zertifizieren lassen und dieses Zertifikat nun durch ein Audit der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Qualitätsmanagementsystemen – kurz DQS – erneuern lassen.
Ständige Verbesserung: Qualitätsmanagement der AWO

Foto: Privat

Kreisgebiet. Aber damit nicht genug: Zusätzlich haben die Mitarbeiter alle Abläufe auch nach den Qualitätskriterien durchleuchtet, die der AWO-Bundesverband aufgestellt hat. So bleibt keine Schwachstelle im System unentdeckt. "Uns geht es um einen ständigen Verbesserungsprozess in allen Bereichen, egal ob in der Verwaltung, in der Organisation der Fachbereiche oder in der direkten Arbeit mit den Klienten", beschreibt der AWO-Vorstandsvorsitzende Rainer Litz den Hintergrund. So hinterfragt das Qualitätsmanagement alle Prozesse und Systeme des Verbandes, vom ersten Federstrich bei der Aufnahme eines Patienten bis hin zu dessen Entlassung, von der Buchhaltung bis zur Aktenablage und von den Aufgaben der Mitarbeiter bis zum Umgang mit Partnern, externen Dienstleistern oder Vereinsaktiven.

Welche Formulare braucht es für welchen Vorgang? Wie gehen die Helfer in bestimmten Situationen vor und wie läuft die Abrechnung mit Kostenträgern? Die Fragen, die im Laufe des Prozesses abgearbeitet werden, füllen viele Aktenordner, die Vorbereitung hin zur fertigen Zertifizierung dauert Jahre. Aber der hohe bürokratische Aufwand lohnt sich, denn am Ende des Prozesses steht ein Leitfaden, an dem sich alle Beteiligten im alltäglichen Tun orientieren können. Das hat Anja Jung, Geschäftsführerin der AWO Pflege & Senioren gGmbH, längst festgestellt: "Früher haben wir bei den Bewohnern in unseren Senioreneinrichtungen jeden Handgriff vom Haarewaschen bis zum Bettgitter anbringen oder Frühstück bringen abgehakt", berichtet sie aus der praktischen Arbeit. "Im Lauf des Qualitätsmanagements haben wir die Abläufe aber einmal komplett aufgelistet, so dass wir jetzt nur noch Abweichungen dokumentieren müssen."

Auch Michael Bungarten, Geschäftsführer der AWO Suchthilfe, und Jürgen Borninger, Geschäftsführer der AWO Gemeindepsychiatrie, stellen enorme Erleichterungen im Arbeitsalltag fest: "Unsere Mitarbeiter haben nun einen durchgängigen Handlungsleitfaden, der auch in schwierigen Situationen zurate gezogen werden kann", berichten sie aus ihren Fachbereichen. "Struktur statt Bürokratie", so lautet hier die Devise, die Mitarbeitern wie Klienten mehr Sicherheit bringt und Beschwerden reduziert. Auf diesem Weg will die AWO im Kreis Neuwied auf jeden Fall weitergehen: Mehrere Qualitätsmanagement-Zirkel treffen sich regelmäßig, um den Stand der Dinge kritisch zu überprüfen und gegebenenfalls die Theorie an die Praxis anzupassen. Bei einzelnen Bereichen arbeitet die AWO auch mit anderen Institutionen wie dem Job-Center zusammen. "Unter dem Strich", so fasst Rainer Litz den Erfolg zusammen, "können wir so alle mit gutem Herzen arbeiten."


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